
2018 ist Geschichte, und mitten in 2019 ist es ein guter Moment, das Multi-Cloud-Geschäft so zusammenzufassen, wie wir es bei DoiT International 2018 erlebt haben – und einen Blick auf die Zukunft von Multi-Cloud in 2019 und darüber hinaus zu werfen.
Ich gebe es offen zu: Ich bin ein großer Fan gut gemachter Infografiken. Richtig umgesetzt, sind sie eine anschauliche und wirkungsvolle Art, neue Inhalte schnell zu erfassen.
2018 war für uns als Unternehmen das sechste Jahr im Multi-Cloud-Geschäft. Aus einem ursprünglichen Google-G-Suite-Reseller ist ein global aufgestelltes Multi-Cloud-Unternehmen geworden – mit Kunden auf Amazon AWS, Google Cloud, Microsoft Azure und in Zukunft vermutlich auf weiteren Plattformen.
Mit knapp 4.000 Kunden in Nordamerika, Europa und Israel haben wir ein belastbares Bild davon, wie Unternehmen Public Clouds einsetzen, wie viele Public Clouds sie parallel nutzen und welche workloads sie auf welche Plattform legen.
Was sagen uns also unsere Daten aus 2018?

Multi-Cloud: Realität oder Hype?
Rund 42 % unserer Kunden (etwa 1.680 Unternehmen) haben 2018 mehr als einen Public-Cloud-Anbieter genutzt. 2017 waren es erst 29 % – ein Plus von rund 30 Prozent im Jahresvergleich. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend 2019 weiter beschleunigt.
Kundenprofile
In Digital Marketing und Financial Services dominiert klar Amazon AWS, während E-Commerce-Unternehmen langsam zu anderen Anbietern wie Google Cloud und Microsoft Azure abwandern. Auch im Gaming sowie in Media & Entertainment legt Google Cloud spürbar zu.
Workloads
2018 waren EC2, S3 und RDS die mit Abstand am stärksten genutzten Services unserer Kunden auf der AWS-Plattform. Auch Data-Analytics- und ETL-Tools sowie Managed-Container-Services nehmen deutlich Fahrt auf.
Bei Google sind Analytics und ETL (mit BigQuery als wichtigstem Baustein) der größte einzelne Workload, dicht gefolgt von Managed Kubernetes – das sind die Hauptgründe, warum Unternehmen 2018 auf Google Cloud gesetzt haben.
Technischer Support
Erstklassiger Kundenservice und Support gehören zu unseren wichtigsten Alleinstellungsmerkmalen. Wir bieten allen Kunden unbegrenzten kostenlosen Engineering-Support – mit einer Kundenzufriedenheit von über 98 %.
Ein Blick in unser internes Kundenservice-Dashboard
2018 hatten wir im Schnitt rund 500 technische Tickets pro Monat. Da lag es nahe, einmal auszuwerten, welche Fragen unsere Kunden zu den jeweiligen Cloud-Plattformen am häufigsten stellen.
Bei unseren Amazon-AWS-Kunden entfällt der größte Teil der technischen Anfragen auf AWS VPC und VPN. Angesichts des Funktionsumfangs und der Reife dieser Dienste ist das wenig überraschend.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Amazon Redshift – insbesondere Fragen zu Query-Optimierung und Schemadesign. Elastic Beanstalk wird – trotz der Vielzahl an Container-Management-Services bei AWS – überraschend gut angenommen und sorgt ebenfalls für eine beachtliche Zahl an Anfragen.
Wenig überraschend: Da fast alle Google-Cloud-Kunden BigQuery einsetzen, ist Query-Optimierung ein zentrales Feld unserer technischen Expertise. Multi-Region-Kubernetes-Ingress-Implementierungen haben sich 2018 bei vielen Kunden etabliert – das spiegelt sich auch in der Zahl der entsprechenden Support-Anfragen wider.
Kundenumfrage
Im Januar haben wir 250 Kunden zu ihrer Wahl der Cloud-Anbieter befragt.
Es zeigt sich, dass vorhandenes Know-how eine große Rolle bei der Entscheidung spielt – ebenso wie die Reife der VPC- und EC2-Produkte von Amazon AWS.
Große Analytics- und Machine-Learning-Kunden tendieren eher zu Google, auch wenn AWS SageMaker aus unserer Erfahrung ein hervorragendes Produkt ist, das wir bei DoiT International gerne einsetzen.
Managed Kubernetes ist ein weiterer Grund, warum sich Unternehmen für Google Cloud entscheiden. Aus unserer Sicht liegt das daran, dass GKE in Funktionsumfang und Stabilität außergewöhnlich gut ist.
Wie gut AWS EKS angenommen wird, bleibt abzuwarten. AWS ist allerdings dafür bekannt, in kurzen Zyklen neue Features auszurollen und Produkte iterativ zu verbessern – es würde mich also nicht wundern, wenn sich das Bild 2019 verschiebt.
Fazit
Unsere Ergebnisse aus 2018 zeigen, dass eine Multi-Cloud-Strategie aufgeht und ein solides Fundament für das Wachstum unserer Kunden schafft. Unsere Aufgabe ist es jetzt, diese Dynamik weiter zu verstärken und unsere Kunden dabei zu unterstützen, noch globalere, stabilere und größere Unternehmen aufzubauen.
Wir selbst werden unsere Investitionen ausbauen, um unsere Kunden bei der Umsetzung ihrer Multi-Cloud-Strategien noch besser zu begleiten – mit zusätzlichen Engineering-Kapazitäten in unseren Pods für IoT, Machine Intelligence, Data Analytics und Core Infrastructure.
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