Cloud Intelligence™Cloud Intelligence™

Cloud Intelligence™

Rückblick auf AWS re:Invent 2021

By DoiTJan 6, 20226 min read

Diese Seite ist auch in English, Español, Français, Italiano, 日本語 und Português verfügbar.

1 5lrui0muqzf1y7rtjnykia

Was steht bei AWS als Nächstes an? Unser unterhaltsamer Rückblick auf die wichtigsten News der AWS re:Invent 2021.

Ende November 2021 startete die AWS re:Invent in Las Vegas mit einer Fülle an Keynotes, Leadership Sessions und Breakout Sessions. Die Teilnehmenden hatten unzählige Gelegenheiten zum Lernen und zum Austausch – mit Trainings- und Zertifizierungs-Sessions, Workshops und Labs sowie unterhaltsamen Jams und GameDays. Der eigentliche Magnet der AWS re:Invent ist jedoch der Ausblick darauf, was bei AWS als Nächstes kommt.

In diesem Webinar nehmen wir Ihnen die Arbeit ab, die wirklich relevanten AWS-News herauszufiltern. Die Hosts Ric Harvey, Joshua Fox, Evgeny Zislis und Jason Gregson präsentieren die Highlights der re:Invent und sprechen über die spannendsten Ankündigungen, Sessions und zentralen Erkenntnisse des Events. Freuen Sie sich auf pointierte und unterhaltsame Kommentare, die Sie rund um Cloud Computing – speziell AWS – auf dem Laufenden halten und aufzeigen, welche Themen für Sie 2022 besonders im Fokus stehen sollten.

Auf der Agenda

Bei einer Flut von Ankündigungen, die eher von vielen kleinen Verbesserungen als von wenigen großen Innovationen geprägt war, fällt es schwer, klare Leitthemen herauszufiltern. Unsere Speaker dampfen die Liste auf eine Handvoll der wichtigsten Ankündigungen ein.

Wir haben dieses Webinar in zwei Sessions aufgeteilt. In jeder einstündigen Session geht unser jeweiliger Cloud-Experte per Deep Dive in das gewählte Thema:

Session 1: Daten, Analytics und ML

In dieser Session sprechen die DoiT Senior Cloud Architects Joshua Fox und Jason Gregson sowie Technical Director Evgeny Zislis über die auf der diesjährigen re:Invent angekündigten Erweiterungen rund um Commodity Machine Learning sowie weitere interessante Innovationen.

Ankündigungen rund um Commodity Machine Learning

AWS bietet zwei Arten von Services rund um Machine Learning (ML): Der erste ermöglicht es, ML-Modelle von Grund auf zu erstellen; der zweite nutzt ML intern, sodass Anwender ohne tiefgehendes Know-how von den Vorteilen von ML profitieren. Beispiele sind gebündelte Lösungen wie der intelligente Suchdienst Amazon Kendra und die Computer-Vision-Plattform Amazon Rekognition. ​​

Auf der re:Invent 2021 kündigte AWS eine Erweiterung von Textract an, mit der sich Identitätsdokumente wie Reisepässe und Führerscheine verarbeiten lassen. Informationen wie Namen, Geburtsdaten und Ablaufdaten lassen sich aus Bildern extrahieren – ganz ohne Vorlage.

Aus Entwicklersicht erkennt der Service DevOps Guru jetzt verschiedene Probleme in Datenbankinstanzen des RDS-Service, etwa anomale Performance-Probleme oder Spitzen bei Verbindungen.

Amazon CodeGuru Reviewer enthält jetzt einen Secrets Detector, der Passwörter und Schlüssel im Quellcode aufspürt. So lässt sich sicherstellen, dass keine Secrets versehentlich im Code eingebettet wurden und potenziell von böswilligen Nutzern entdeckt werden.

Amazon Kendra wurde um einen Experience Builder, ein neues Search-Analytics-Dashboard und Custom Document Enrichment erweitert.

Ankündigungen rund um Innovationen

In diesem Jahr brachte AWS zwei neue CPU-Typen heraus: Trainium-CPUs und den Graviton 3, die dritte Generation der Graviton-Prozessoren. Sie sind besonders interessant für alle, die rechenintensives Training für ML-Modelle betreiben.

Serverless Inference ist gestartet: Sie zahlen nur dann, wenn Sie Inferenz auf Ihren Endpoints tatsächlich nutzen. Der Service bietet Inferenz as a Service – allerdings mit den Modellen des Kunden statt mit denen von Amazon.

Verbesserungen bei Sagemaker Studio:

  • Die größte Neuerung war Sagemaker Canvas. Damit lassen sich Analysen visualisieren und Vorhersagen generieren – ganz ohne Code.
  • Die Integration von Sagemaker mit EMR (Elastic MapReduce) erleichtert die gemeinsame Nutzung beider Dienste.
  • Sagemaker Studio Lab: Bietet einen Einstieg in ML mit kostenlosem Zugang zu Sagemaker Studio.

Session 2: Core Infrastructure

In dieser Session sprachen die DoiT Senior Cloud Architects Jason Gregson und Avi Keinan über Ankündigungen rund um Storage, Database und Analytics, Networking und Internet of Things (IoT) sowie Monitoring und Security.

Storage

Mit dem neuen Recycle Bin für EBS Snapshots lassen sich versehentlich gelöschte Snapshots wiederherstellen. Außerdem hat Amazon ein neues Storage-Angebot namens Archive vorgestellt, das deutliche Kosteneinsparungen ermöglichen kann.

Amazon FSx for OpenZFS ist die neueste Ergänzung der Amazon-FSx-Familie – eine wirklich spannende Erweiterung, die ZFS in der Community wieder ins Rampenlicht rückt und das Storage-Portfolio qualitativ aufwertet. Dank Graviton-Prozessor sinken die Kosten und die Performance steigt.

Außerdem kündigte Amazon die Storage-Klasse Amazon S3 Glacier Instant Retrieval an. Sie bietet den günstigsten Speicher für langlebige Daten, die selten genutzt werden, aber im Millisekundenbereich abrufbar sein müssen. Die möglichen Einsparungen können beträchtlich sein.

Das Access Management für in Amazon S3 gespeicherte Daten wurde vereinfacht. Das kann nützlich sein, allerdings befürchten unsere Speaker, dass es nicht immer sauber eingesetzt wird.

Amazon S3 Event Notifications lassen sich jetzt mit Amazon EventBridge nutzen. Ein interessantes Feature, mit dem Sie mehr aus EventBridge herausholen. Es spart außerdem Zeit, weil weniger Code nötig ist.

Database und Analytics

Serverless war das zentrale Thema der re:Invent-Ankündigungen rund um Database und Analytics:

  • Amazon Redshift Serverless stellt automatisch die passenden Compute-Ressourcen bereit, um Analytics in jeder Größenordnung auszuführen. Anwender müssen sich nicht um Nodes kümmern und können Abfragen deutlich schneller ausführen, weil die Nodes im Hintergrund erzeugt werden.
  • Amazon EMR Serverless ist eine Serverless-Option in Amazon EMR, mit der Data Engineers Open-Source-Big-Data-Analytics-Frameworks unkompliziert ausführen können.
  • Amazon RDS Custom for Microsoft SQL Server ist jetzt allgemein verfügbar. Unsere Speaker halten den Nutzen für begrenzt und sehen ihn am ehesten bei Legacy-Unternehmen, die Lift-and-Shift-Migrationen durchführen.

Networking und IoT

Eine weitere Neuerung mit eingeschränktem Nutzen ist AWS Private 5G – ein neuer Managed Service, mit dem Unternehmen private 5G-Mobilfunknetze an ihren Standorten schnell aufsetzen und skalieren können.

AWS kündigte zudem die Preview-Version von AWS Cloud WAN an – einen Managed-WAN-Service, der das Aufsetzen und Verwalten globaler Netzwerke zur Anbindung von Ressourcen in Cloud- und On-Premises-Umgebungen vereinfacht.

AWS IoT RoboRunner ist für Anwendungen zur Verwaltung von Roboterflotten konzipiert. Der neue Service vereinfacht die Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen, mit denen Roboterflotten reibungslos zusammenarbeiten.

Monitoring und Security

Automatic Application Layer DDoS Mitigation ist jetzt für AWS Shield Advanced verfügbar. Dieses neue Funktionspaket ist für alle Kunden mit Shield Advanced enthalten – einer feiner abgestimmten, maßgeschneiderten Variante des Managed-DDoS-Schutzdienstes AWS Shield.

Real-User Monitoring (RUM) kommt zu Amazon CloudWatch. Damit können Kunden Metriken erfassen, um die User Experience besser zu verstehen und zu verbessern. Unsere Speaker halten das für ideal für Digital Natives, die gerade erst in die Cloud einsteigen, sehen aber keinen breiten Massenmarkt dafür.

Migrationen

AWS Migration Hub Refactor Spaces ist eine neue Funktion von AWS Migration Hub, mit der sich bestehende Anwendungen in verteilte Anwendungen überführen lassen. Unsere Speaker waren sich einig, dass diese neue Funktion für unerfahrene Anwender ihre Tücken hat.

Community

Amazon hat dem AWS Free Tier einen neuen Q&A-Service namens AWS re:Post hinzugefügt.

Well Architected

Das AWS Well-Architected Framework erhält eine neue Sustainability Pillar, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre workloads anhand ökologischer Best Practices für Cloud Computing zu bewerten, zu messen und zu verbessern.

Fazit

Unsere Speaker schätzten besonders die Gelegenheit, die die AWS re:Invent 2021 zum Networking und zum persönlichen Austausch mit Kunden, Partnern, Kollegen und anderen Cloud-Experten bot. Wenn Sie mehr über ihre Eindrücke vom Event 2021 erfahren möchten – und wissen wollen, was sie wirklich von den Ankündigungen (und Nicht-Ankündigungen) halten – schauen Sie sich das jetzt verfügbare Webinar an.


Bleiben Sie in Kontakt – folgen Sie uns im DoiT Engineering Blog , auf dem DoiT Linkedin Channel und dem DoiT Twitter Channel . Karrieremöglichkeiten finden Sie unter https://careers.doit.com .