
Google hat kürzlich angekündigt, ab 2020 die Preise für Google Compute Engine VMs mit externen IPv4-Adressen zu erhöhen. Mit diesem Skript schätzen Sie die künftigen Kosten für Ihre Maschinen ab.
Was bisher kostenlos war, wird ab dem 1. Januar 2020 etwas teurer: Google Cloud stellt Compute-Instanzen mit externen IPs künftig in Rechnung. Laut Ankündigung fallen für On-Demand-Maschinen zusätzlich 0,004 US-Dollar pro Stunde an, für Preemptible-Instanzen lediglich 0,002 US-Dollar pro Stunde für die Nutzung einer externen IPv4-Adresse. Über einen ganzen Monat hinweg summiert sich das auf 2,92 bzw. 1,46 US-Dollar zusätzlich. Erwähnenswert: Die Gebühren für ungenutzte statische IPs bleiben unverändert bei 0,01 US-Dollar pro Stunde (7,30 US-Dollar pro Monat).
Welche Auswirkungen hat das auf mein Konto?
Als weltweit größter Google-Cloud-Partner hat DoiT International ein kurzes Skript bereitgestellt, mit dem Cloud-Nutzer ihre Umgebung analysieren und VMs mit externen IPs aufspüren können. So lässt sich abschätzen, wie stark die anstehenden Preisänderungen die gesamte Organisation treffen. " Wir wollen für unsere Kunden möglichst kosteneffizient arbeiten – und gleichzeitig unser Wissen mit der globalen Cloud-Community teilen," so der CTO des Unternehmens.
Voraussetzungen für die Ausführung des Skripts
Das Skript listet mithilfe des gcloud-Kommandozeilentools sämtliche Instanzen mit externen IPs in allen Projekten einer GCP-Organisation auf. Für die API-Aufrufe an die Google Compute Engine API nutzt es einen Service Account mit Viewer-Rolle auf Organisationsebene. Sie können einen solchen Service Account selbst anlegen oder von Ihrem GCP-Organisations-Admin erstellen lassen und erhalten dazu eine JSON-Datei zur Authentifizierung. Sind Sie bereits mit Viewer-Berechtigungen auf Organisationsebene authentifiziert, lässt sich das Skript auch ohne vorgelagerte Service-Account-Authentifizierung ausführen.
Skript ausführen
curlhttps://raw.githubusercontent.com/doitintl/list-external-ips/master/ext-ips-analysis.sh
| bashDamit werden alle Projekte der Organisationen aufgelistet, für die der Aufrufende Leserechte besitzt, und nacheinander auf VMs mit zugewiesener externer IP geprüft.
Sie können das Skript auch für ein einzelnes Projekt ausführen, indem Sie den Projektnamen wie folgt übergeben:
export PROJECT_ID='<enter your project id>'curlhttps://raw.githubusercontent.com/doitintl/list-external-ips/master/ext-ips-analysis.sh
| bash -s $PROJECT_IDAusgabe
Im Verzeichnis, aus dem das Skript ausgeführt wird, liegt anschließend eine Datei namens projectsIPs.csv – etwa wie hier:

Unnötige Kosten vermeiden
Das Skript zeigt, welche VMs in Ihrer Organisation derzeit laufen und potenziell Mehrkosten verursachen. Im ersten Schritt sollten Sie die VMs Ihrer Projekte optimieren und externe IPs von Maschinen entfernen, die keinen Internetzugang brauchen. Benötigen die Maschinen tatsächlich externen Zugriff, kann es sich lohnen, den ausgehenden Traffic über ein NAT-Gateway zu leiten (das allerdings eigene Kosten mit sich bringt). Natürlich gibt es weitere Möglichkeiten, Ihre VMs so zu optimieren, dass Sie nur für die externen IPs zahlen, die Sie wirklich brauchen. Sprechen Sie uns dazu gerne hier an oder teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren.
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