Cloud Intelligence™Cloud Intelligence™

BigQuery Pricing FAQ

Klare Antworten zu BigQuery Editions, Autoscaling und Compressed Storage. Was sich geändert hat, wer spart – und worauf Sie achten sollten.

~25%

Preisanstieg bei On-Demand seit Juli 2023

40%

Rabatt bei 3-Jahres-Commitment für Editions

100

Slot-Schritte des Autoscalers

1

Minute Mindestabrechnung für Editions-Queries

Die Kurzfassung

Was sich beim BigQuery Pricing wirklich geändert hat

Drei Änderungen, die Sie kennen sollten, bevor Sie an Ihren Reservierungen oder Storage-Einstellungen etwas verändern.

  • On-Demand ist teurer geworden

    Die Preise für On-Demand-Analysen sind um rund 25 % gestiegen. Für sprunghafte und kurz laufende Workloads bleibt On-Demand meist trotzdem die beste Wahl.

  • Editions löst Flat-Rate ab

    Monatliche, jährliche und Flex-Slots gibt es nicht mehr. Bestehende Commitments laufen bis zum Ende und wechseln danach auf Editions mit Autoscaling.

  • Compressed Storage ist da

    Abrechnung nach physischen statt logischen Bytes. Große Einsparungen bei string-lastigen Daten, kleinere bei integer-lastigen Tabellen.

Editions und Autoscaling

Editions kann günstiger sein – oder deutlich teurer

Autoscaling rechnet zugewiesene Slots ab, nicht die tatsächlich genutzten. Skaliert wird in 100er-Schritten mit einer Minute Scale-Down-Zeit. Eine Query, die 10 Sekunden läuft, kostet Sie auf Editions trotzdem eine volle Minute Slots.

Lang laufende, gleichmäßige Workloads mit großem Datenvolumen fahren mit Editions meist besser. Kurze, sprunghafte Queries bleiben in der Regel auf On-Demand günstiger. Praktischer Ansatz: Workloads auf mehrere Projekte aufteilen und pro Projekt das passende Preismodell wählen.

Erst POC, dann entscheiden

Compressed Storage

Zahlen Sie für physische Bytes, nicht für logische

Logical Storage rechnet nach unkomprimierter Datengröße ab. Compressed Storage rechnet nach den physischen Bytes auf der Platte ab: 0,04 $/GB active und 0,02 $/GB long-term. Der Preis pro GB ist höher, aber die GB-Zahl liegt in der Regel deutlich niedriger.

Gleiche APIs, gleiches Query-Verhalten, keine Performance-Einbußen. Ein Haken: On-Demand-Queries werden weiterhin nach unkomprimiert gescannten Bytes abgerechnet – die Einsparungen betreffen also nur den Storage, nicht die Compute-Kosten.

Compressed Storage Übersicht lesen

Frequently asked
questions

Ist das neue Editions-Modell teurer als die alte Flat-Rate?

Das hängt von der Workload ab. Wer bei Flat-Rate ungenutzte Slots hatte, kann seine Compute-Kosten mit Editions plus Autoscaling senken. Compressed Storage reduziert zusätzlich die Storage-Kosten. Betrachten Sie es als TCO, nicht als einzelne Position.

Was ist ein BigQuery-Commitment, und ist das dasselbe wie ein GCP-Commitment?

Nein, das ist getrennt. Ein BigQuery-Commitment bringt Ihnen einen besseren Preis pro Slot-Stunde. Ein 3-Jahres-Commitment sichert rund 40 % Rabatt auf die Analysekosten. Storage-Preise sind davon ausgenommen.

Sollte ich einen POC durchführen, bevor ich von On-Demand wechsle?

Ja. Das Verhalten von Editions – vor allem die Autoscaling-Mindestgrößen und die Scale-Down-Zeit von einer Minute – kann die Kosten auf nicht offensichtliche Weise verändern. Testen Sie im POC eine repräsentative Workload, bevor Sie sich festlegen.

Welche Workloads passen zu Editions, welche zu On-Demand?

Lang laufende, gleichmäßige Workloads mit großem Datenvolumen sind ideal für Editions. Kurze, sprunghafte Queries sind meist auf On-Demand günstiger, weil Autoscaling in 100er-Slot-Blöcken zuweist und mindestens eine volle Minute abrechnet.

Woran erkenne ich, ob Compressed Storage Geld spart?

Das hängt von der Kompressibilität ab. String-lastige Daten lassen sich gut komprimieren, integer-lastige eher schlecht. In diesem GitHub Gist finden Sie eine Query, mit der Sie Ihre Optionen vergleichen können: https://gist.github.com/sayle-doit/264d28dd990c478beb90b90ac3923681

Gibt es ein Tool, um die Auswirkungen auf meine Kosten zu modellieren?

Ja. Duplizieren Sie unser BigQuery Current Usage Analysis Tool-Sheet und folgen Sie der Anleitung: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1Sv6SzATtAyGYID2Wg0qGdcpLfe7YdOsH4dFKHHtS59c/edit

Frequently asked
questions

Kann ich unterschiedliche Editions projektübergreifend kombinieren?

Ja. Ein Projekt kann auf On-Demand laufen, ein anderes auf Standard Edition, ein weiteres auf Enterprise. Workloads über mehrere Projekte zu verteilen, ist einer der wirksamsten Optimierungshebel überhaupt.

Muss ich mein Data Warehouse umbauen oder SQL anpassen?

SQL läuft unverändert. Falls Sie Code haben, der Flex-Slots dynamisch kauft, funktioniert das nicht mehr. Terraform-Support ist in Arbeit – nutzen Sie in der Zwischenzeit ignore_changes. Ein Refactoring zur Reduktion des gesamten Slot-Verbrauchs kann sich trotzdem lohnen.

Ich hatte vor dem 5. Juli ein Flat-Rate-Commitment. Kann ich zusätzlich Editions nutzen?

Ja. Flat-Rate-Commitments laufen für die Restlaufzeit zum vereinbarten Preis als Enterprise Edition weiter. Slots oberhalb Ihrer Baseline werden zum Standard-Enterprise-Tarif abgerechnet. Der Autoscaler kann bis zu einem von Ihnen definierten Maximum skalieren.

Kann ich Compressed Storage mit einem jährlichen Flat-Rate-Commitment kombinieren?

Nein. Das Google-Tooling blockiert Compressed Storage aktiv, sobald eine Flat-Rate-Reservierung besteht. Sie brauchen Editions oder reine On-Demand-Projekte.

Werden bei On-Demand komprimierte oder unkomprimierte gescannte Bytes abgerechnet?

Unkomprimierte. Beim Abfragen komprimierter Daten aus einem On-Demand-Projekt gibt es keinen Kostenvorteil bei Compute. Die Einsparungen betreffen ausschließlich den Storage.

Verliere ich mit Compressed Storage die Long-Term-Storage-Rabatte?

Nein. Der Long-Term-Storage-Mechanismus greift weiterhin – für komprimierte wie für unkomprimierte Daten.

Werden kurze Queries auf Editions wirklich für eine ganze Minute abgerechnet?

Ja. Editions-Queries unterliegen wegen der Scale-Down-Zeit des Autoscalers von einer Minute einer Mindestabrechnung von einer Minute. Eine Query mit 10 Sekunden Laufzeit kostet eine Minute Slots.

Wie finde ich vor der Wahl einer Edition heraus, wie viele Slots ich brauche?

Öffnen Sie in der Google Cloud Console das Monitoring, wechseln Sie in den Metric Explorer und suchen Sie nach Slot-Metriken. DoiT-Kunden können ein Ticket eröffnen und das gemeinsam mit einem BigQuery-Spezialisten prüfen.

Kann ich mit dem Autoscaler eine Kostenobergrenze setzen?

Ja. Legen Sie eine Baseline an Slots fest, die Sie durchgängig nutzen, und ein Maximum an Ihrer Komfortgrenze. Bei längeren Leerlaufphasen setzen Sie die Baseline auf 0, damit Sie nicht für ungenutzte, aber zugewiesene Slots zahlen.

Wie wirkt sich das auf die dbt-Kosten aus?

dbt auf BigQuery ist compute-lastig. Compute ist auf Editions jetzt teurer, daher werden dbt-Workloads in der Regel teurer – es sei denn, Sie optimieren die Slot-Nutzung und isolieren sie im passenden Projekt.

Time-Travel- und Fail-Safe-Kosten bei Compressed Storage. Lassen sie sich abschalten?

Time-Travel lässt sich nicht deaktivieren, aber Sie können das Fenster von 7 auf 3 Tage verkürzen. Fail-Safe können Sie deaktivieren. Ein Restore aus Fail-Safe erfordert ein Google Cloud Support-Ticket.

Sind manche Workloads auf Editions teurer als auf On-Demand, obwohl sie vorher kostenlos waren?

Ja. BigLake-Metadaten-Refreshes zum Beispiel verbrauchen Slot-Stunden, scannen aber null Bytes – auf On-Demand also kostenlos. Auf Editions zahlen Sie für die Slots. Isolieren Sie solche Jobs in einem On-Demand-Projekt.

Fragen zum BigQuery Pricing?

Sprechen Sie mit einem BigQuery-Spezialisten über Ihre konkreten Workloads.