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Finlex senkt Cloud-Kosten um 50 % und bringt KI mit DoiT in Produktion

Wie Finlex mit DoiT die Cloud-Infrastrukturkosten um mehr als 50 % gesenkt und KI vom Experiment in die Produktion gebracht hat

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Finlex

The Challenge

Als Finlex begann, sich mit generativer KI zu beschäftigen, ging das Team schnell von Neugier zu konkreten Experimenten über und entwickelte erste Prototypen eines chatbasierten "Finlex Assistant" sowie Multi-Agenten-Workflows zur Unterstützung von Maklern und internen Teams. Diese frühen Lösungen zeigten großes Potenzial – doch der Sprung in die Produktion brachte neue Komplexität bei Performance, Governance und operativer Kontrolle mit sich.

Sobald die workloads die lokalen Testumgebungen verließen, stieß das Team auf Hürden bei Latenz, Konsistenz und Observability. Das Finanzdienstleistungsumfeld stellte zudem strenge Anforderungen an Auditierbarkeit, Data Governance und Erklärbarkeit, und mit wachsender Cloud-Nutzung wurden Infrastrukturausgaben schwerer planbar und schwerer zu optimieren.

Parallel musste Finlex klären, wie KI in echten Versicherungs-Workflows konkreten geschäftlichen Mehrwert liefert – und nicht nur technisches Potenzial demonstriert.

"Die technische Seite ist nicht die größte Herausforderung", sagt Milad. "Die eigentliche Herausforderung ist zu verstehen, wie man KI so ins Geschäft bringt, dass sie tatsächlich Probleme löst."

The Solution

Finlex hat sich mit DoiT im Rahmen des Programms AWS RAPID GenAI (AI Assessment) zusammengetan, um den Sprung vom Experiment in die Produktion zu schaffen. In enger Zusammenarbeit mit Rajan Bhave, AI Architect bei DoiT, kombinierte das Projekt technische Deep Dives, Architektur-Workshops, Sessions zur Modellbewertung und praktische Unterstützung, damit Finlex eine skalierbare, produktionsreife KI-Plattform aufbauen konnte.

DoiT half dabei, den ursprünglich auf LangGraph basierenden Prototyp zu einer robusteren cloud-native Architektur auf Basis von Amazon Bedrock AgentCore weiterzuentwickeln. Das verbesserte Skalierbarkeit, Observability und operative Kontrolle und verringerte die Abhängigkeit von individueller Orchestrierung. Ein eigener GenAI-Workshop zu Security und Compliance widmete sich sicherem Agent-Design, Threat Modeling, DSGVO und EU AI Act – und gab Finlex die Sicherheit, KI in einem regulierten Finanzumfeld verlässlich zu betreiben.

Hinzu kamen eine sichere Multi-Tenant-Identitätspropagation, strukturierte Frameworks zur Modellbewertung, das Re-Design der Workflows für die Dokumentenverarbeitung mit Bedrock Data Automation sowie Best-Practice-Muster für Agent-Design und Memory-Handling.

"Wir hatten Sessions zu sehr konkreten Problemstellungen und ebenso breiter angelegte Workshops", sagt Milad. "Manchmal wurden sogar Code-Snippets geteilt, damit wir schneller vorankommen."

Results

  • Über 65 % Senkung der Cloud-Infrastrukturkosten von 2024 bis heute
  • 40 % Kosteneinsparung durch bessere Transparenz und eine effiziente KI-Architektur

DoiT hat uns die Sicherheit gegeben, vom Experiment in die Produktion zu gehen. Sie haben uns gezeigt, wie man KI für die reale Welt richtig baut.

Milad Rezazadeh, CTO

Ergebnisse und Wirkung

Die Zusammenarbeit mit DoiT hat in der Plattform, im Betrieb und in den internen Teams von Finlex messbare Wirkung gezeigt. Mehr Transparenz, bessere Governance und gezielte Optimierung mit DoiT Cloud Intelligence haben die Effizienz der Cloud-Kosten deutlich gesteigert – und zugleich ein solides operatives Fundament für den KI-Einsatz geschaffen.

"2025 haben wir unsere Kosten um rund 35–40 % gesenkt", sagt Milad. "Und insgesamt – von Ende 2024 bis heute – haben wir eine Kostenoptimierung von mehr als 50 % erreicht."

Ziel des Projekts war es, die Beratungsqualität zu verbessern, die Zuverlässigkeit der Dokumentenextraktion zu erhöhen, wiederkehrende Support-Aufgaben zu reduzieren und das Vertrags-Onboarding durch automatisierte Workflows und besseres Dokumenten-Handling zu beschleunigen.

Über die Kosteneinsparungen hinaus hat das Projekt die Entwicklungsgeschwindigkeit erhöht und die Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen gestärkt. Finlex hat seine erste durchgängige agentische KI-Lösung aufgebaut – eine wiederverwendbare Grundlage für künftige KI-gestützte Services, mit der Teams neue Funktionen sicherer evaluieren und ausrollen können.

"Wir haben jetzt die Gewissheit: Wenn morgen etwas Neues kommt, können wir es evaluieren, bauen und in die Produktion bringen", sagt Milad.

Wie es weitergeht

Finlex konzentriert sich nun darauf, von einer KI-fähigen Plattform zu einer vollständig KI-nativen Architektur weiterzuwachsen. In dieser nächsten Phase wird Intelligenz entlang der gesamten User Journey eingebettet – weg von isolierten Assistenten, hin zu tief integrierten, automatisierten Workflows.

"Wir setzen KI nicht als zusätzliches Feature obendrauf", erklärt Milad. "Wir bauen sie Schritt für Schritt direkt in die Funktionsweise der Plattform ein."

Finlex investiert außerdem in den organisatorischen Wandel: Die Engineering-Struktur wird angepasst, und neue Rollen rund um produktgetriebene Entwicklung kommen hinzu.

Gleichzeitig schärft Finlex weiter, wie das Unternehmen KI-Probleme angeht – weg von starren, deterministischen Workflows, hin zu einem adaptiven, KI-zuerst gedachten Ansatz.

Mit Blick nach vorn bleibt DoiT ein zentraler Partner: bei der weiteren Productionization, der Skalierung neuer Use Cases und der Orientierung in einer sich rasant wandelnden KI-Landschaft.

"In der KI gibt es immer Unsicherheit", sagt Milad. "Aber die Zusammenarbeit mit DoiT hat uns die Sicherheit gegeben, voranzugehen."

Das ist Finlex

Finlex ist ein Frankfurter Insurtech mit weiteren Standorten in Berlin und Österreich und als spezialisierter Wholesale-Broker auf Cyber- und Financial-Lines-Versicherungen fokussiert. Die Plattform verbindet Makler, Versicherer und Unternehmen über einen vollständig digitalen Marktplatz, der komplexe Versicherungsprozesse vereinfacht.

Was als kleines, Excel-basiertes Geschäft begann, ist heute eine ausgereifte, cloud-native Plattform, die durchgängige Versicherungsprozesse abbildet – vom Tendering über das Underwriting bis hin zum Policy Management. Aktuell konzentriert sich Finlex auf den nächsten großen Schritt: KI-nativ in der gesamten Plattform zu verankern.

"Von Anfang an war es unsere Mission, Versicherungsprozesse zu digitalisieren und zu vereinfachen", sagt Milad Rezazadeh, CTO bei Finlex. "Heute ist KI zum zentralen Bestandteil unseres Angebots geworden."

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