Cloud Intelligence™Cloud Intelligence™

Cloud Intelligence™

Business Value zuerst: den Geschäftskontext von Cloud-Kosten nutzen

By Izhak ZimmermannOct 17, 20243 min read

Diese Seite ist auch in English, Español, Français, Italiano, 日本語 und Português verfügbar.

FinOps stand traditionell im Zeichen der Kostenersparnis. Der reine Fokus auf Ausgabensenkung greift jedoch zu kurz und blendet die größeren geschäftlichen Chancen der Cloud-Nutzung aus. Kostensenkung ist eine Taktik, keine Strategie. Wenn FinOps über die reine Kostenersparnis hinausgeht, wird es zum entscheidenden Treiber für Geschäftsergebnisse.

Finanzielle Erkenntnisse aus Cloud-Daten helfen zum Beispiel dabei, neue Produkte an den Markt zu bringen, Vertriebsstrategien zu optimieren, das Nutzererlebnis zu verbessern, Preisstrategien zu schärfen, neue Märkte zu erschließen und vieles mehr.

In einem spannenden Gespräch zwischen Stephen Old und Frank Contrepois vom Podcast "What's New in Cloud FinOps" und Izhak Zimmerman, CEO und Mitgründer von Attribute™, diskutieren die drei, wie neue FinOps-Ansätze allen Abteilungen im Unternehmen zu besseren Geschäftsentscheidungen verhelfen.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören:

1\. FinOps ohne Tagging

Klassisches FinOps basiert auf Tagging. Doch Tagging ist zeitaufwendig, fehleranfällig und kleinteilig. Es erfordert ständige Pflege und Durchsetzung, führt zu Silos und beruht auf einer Technologie aus dem Jahr 2010 – also inzwischen 15 Jahre alt. Entsprechend schwach ist es beim Erfassen und Analysieren gemeinsam genutzter Ressourcen wie Kubernetes, Datenbanken, Storage, Netzwerk und KI. Zudem konzentriert sich Tagging auf die Zuordnung von Ressourcen, nicht auf deren tatsächliche Nutzung. Diese Schwächen untergraben das Vertrauen in klassische FinOps-Auswertungen und bremsen sowohl die Cloud-Adoption als auch die finanzielle Transparenz erheblich.

Mit fortschrittlichen Netzwerkdaten und eBPF-Sensoren lassen sich stattdessen die Beziehungen zwischen einzelnen Cloud-Komponenten ableiten und Daten auf Protokollebene erschließen. Diese Granularität ermöglicht es, Nutzeraktionen auf Anwendungsebene und im Geschäftskontext zu bündeln – der entscheidende Schritt hin zu Business-Value-FinOps.

2\. Cloud-Kosten als strategischer Werthebel

Der Fokus der FinOps-Bewegung verschiebt sich: weg von reiner Kostenersparnis, hin zum Verständnis und zur Maximierung des Geschäftswerts von Cloud-Investitionen. Wer die tatsächlichen Kosten und den Wert des Cloud-Betriebs kennt, kann datenbasiert entscheiden, welche Kundensegmente, Produkte oder Features Priorität haben – und so einen positiven ROI der Cloud-Investitionen sichern.

Genau hier stoßen klassische FinOps-Optimierungsstrategien an ihre Grenzen. Es braucht neue Ansätze, die Finanzsteuerung und Geschäftsergebnisse in Einklang bringen.

3\. Den Geschäftswert von Kosten demokratisieren

Der strategische Mehrwert von FinOps-Insights entsteht erst dann, wenn die Daten unternehmensweit zugänglich sind – auch für nicht-technische Rollen. Eine einheitliche Interpretation von Cloud-Ausgaben, ob COGS, Cloud-Rechnungen oder andere Kennzahlen, sorgt für ein konsistentes Kostenverständnis über Abteilungsgrenzen hinweg. So können Stakeholder in Finance, Product und DevOps fundierte Geschäftsentscheidungen treffen.

Zum Beispiel:

  • CFOs erstellen präzise Forecasts und Kostenmanagement-Pläne
  • Produktteams bewerten die Profitabilität einzelner Features
  • DevOps vertraut den Empfehlungen und Erkenntnissen, weil der volle Kontext vorliegt

Zugänglich werden die Daten durch:

  • Übersetzung technischer Daten in Geschäftskennzahlen
  • Integration in Business-Plattformen wie Salesforce
  • Dashboards, die auf unterschiedliche Nutzerbedürfnisse zugeschnitten sind
  • eine Kultur kollaborativer, standardisierter und datenbasierter Entscheidungsfindung

Cloud-Transformation bedeutet eben nicht nur, Cloud-Ausgaben zu optimieren – sondern das Geschäft selbst und Investitionen konsequent an den strategischen Zielen auszurichten.

Hier geht es zur vollständigen Episode mit allen Insights.