
Die meisten Unternehmen sind in der Cloud – nur wenige nutzen ihr wahres Potenzial
Seit die digitale Transformation vom Innovationsthema zur globalen Pflicht geworden ist, gilt die Cloud als zentraler Hebel für Effizienz, Flexibilität und Wachstum. Rund 90 % der Unternehmen geben an, die Cloud in irgendeiner Form zu nutzen – praktisch jedes Unternehmen sieht die Cloud-Migration also als Voraussetzung, um im heutigen Markt zu bestehen.
Unternehmen setzen auf die Cloud als skalierbare Infrastruktur, die sie agiler und effizienter macht – doch da geht weit mehr. Die Cloud führt Menschen, Daten, Prozesse und Technologie so zusammen, dass wirklich innovative Produkte und Erlebnisse entstehen können. Viele Unternehmen sind allerdings so sehr damit beschäftigt, ihre Cloud-Ausgaben in den Griff zu bekommen und Waste removal zu betreiben, dass sie die eigentlichen Möglichkeiten der Cloud kaum ausschöpfen.
In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Entwicklung der Cloud-Nutzung, auf die Gründe, warum manche Unternehmen wesentliche Geschäftsvorteile übersehen, und darauf, wie Sie das volle Potenzial der Cloud heben.
Was die Cloud so attraktiv macht
Für viele Unternehmen ist die Cloud-Migration zunächst eine finanzielle Entscheidung. Vielleicht steht ein Hardware-Upgrade an oder der Mietvertrag fürs Rechenzentrum läuft aus. So oder so steht die Frage im Raum: erneut hohe Investitionsausgaben tätigen oder auf das Opex-Modell der Cloud umsteigen?
Die Covid-19-Pandemie hat die Cloud-Migration, mit der viele Unternehmen gerade erst begonnen hatten, deutlich beschleunigt. Als ein Großteil des Lebens nur noch online stattfinden konnte, war die Cloud für die Wirtschaft weltweit der rettende Anker. Ihre webbasierten Computing-Dienste machten Remote-Arbeit möglich, hielten Lieferketten am Laufen und brachten Services zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern nach Hause.
Unternehmen, die in ihrer Cloud-Reise schon weiter sind, erschließen sich inzwischen weit überzeugendere Anwendungsszenarien. Die Cloud ist eben nicht nur ein günstigerer Ort für Ihre Daten – sie ist Treiber und Beschleuniger Ihres Geschäfts.
Verpasste Chancen
Unternehmen wissen, dass mehr drin wäre. Laut einer globalen McKinsey-Umfrage von 2021 plant fast die Hälfte aller CIOs, in den nächsten zwei Jahren mehr als drei Viertel ihrer workloads in die Cloud zu verlagern. Was sie dort konkret damit anfangen, bleibt allerdings abzuwarten.
Workloads in die Cloud zu verschieben, sorgt nicht automatisch für mehr Produktivität und Effizienz – kein Wunder also, dass Unternehmen davon ausgehen, dass 30 % ihrer Cloud-Ausgaben verpuffen. Cloud-Bereitstellung muss klug aufgesetzt sein, damit operative Agilität, schnelle Innovation und Differenzierung möglich werden.
Wer produktivere Investitionen priorisiert und die Migration großer Legacy-Kernsysteme bewusst zurückstellt, kann den Fokus etwa auf die Digitalisierung und Automatisierung der Datenerfassung legen – und so schneller bessere Entscheidungen treffen. Eine solche wertorientierte Strategie über IT und Fachbereiche hinweg lässt Sie die Stärken der Cloud voll ausspielen.
Fundamente für den Erfolg
Sobald die Entscheidung gefallen ist, Ihre workloads in die Cloud zu verlagern, braucht es für die volle Wertschöpfung ein Umdenken hin zu grundlegend neuen Arbeitsweisen.
Mit Plan vorgehen
Es braucht eine Cloud-Strategie mit klarem Fokus auf den geschäftlichen Mehrwert. Die optimale Strategie verknüpft Cloud-Technologie mit konkreten Business Cases samt Umsatz- und Effizienzpotenzialen und sorgt dafür, dass alle Führungskräfte ein gemeinsames Bild davon haben, wie die Ziele erreicht werden.
Der Umsetzungsplan muss eine reibungslose Cloud-Migration und Modernisierung priorisieren – sicher, kosteneffizient und in den Händen von Menschen mit der nötigen Expertise, um die Werkzeuge zu beherrschen und die verfügbaren Erkenntnisse zu nutzen. Wenn Ihre Fachbereiche eine belastbare Cloud-Strategie konsequent mittragen und sich auf gemeinsame Ziele ausrichten, geht Ihr Unternehmen gestärkt hervor und kann das Innovationspotenzial der Cloud wirklich heben.
Cloud-First-Denken etablieren
Der Schritt in die Cloud ist keine reine Lift-and-Shift-Übung. Er erfordert ein grundlegendes Umdenken in Sachen Risiko, Kontrolle und Zugriff. Kompetenzen, die für den Betrieb von On-Premises-Servern und -Anwendungen aufgebaut wurden, müssen weiterentwickelt werden, damit Ihre Organisation Services statt Hardware bereitstellt und ihre Prozesse am Verbrauch statt an der Kapazität ausrichtet. Auch die Finanzprozesse müssen sich anpassen – weg von Capex hin zu Opex, mit dem nutzungsbasierten Cloud-Modell.
Ein Wandel dieser Größenordnung ist für die meisten Unternehmen unbequem, doch der Übergang zu einem Cloud-First-Mindset vergrößert die Chancen, die ein solcher Schritt eröffnet. So können Unternehmen, die die Cloud zunächst für die nötige Transparenz bei Compliance-Anforderungen einführen, dieselben Cloud-Schnittstellen nutzen, um daraus eine Plattform für den Vertrieb neuer digitaler Services zu machen.
Mitarbeitende einbeziehen
Teams außerhalb der IT verstehen die Möglichkeiten der Cloud womöglich gar nicht oder haben das Gefühl, die Cloud-Migration sei ihnen pandemiebedingt einfach übergestülpt worden. Nur weil alle Abteilungen Cloud-Anwendungen einsetzen, heißt das noch lange nicht, dass auch alle ein Grundverständnis der Cloud haben.
Damit die Cloud ihr Potenzial entfaltet, muss sich auch der Umgang mit Belegschaft und Kultur verändern. Drücken Sie die Cloud Ihren Mitarbeitenden nicht aufs Auge, sondern beziehen Sie sie aktiv ein. Cloud-Spezialisten in Ihrer IT können gemeinsam mit den Fachbereichsverantwortlichen Lösungen erarbeiten – beginnend mit kleinen, schnellen Erfolgen, die die Akzeptanz für den Prozess sichern. Sobald die Fachbereiche den Nutzen der Cloud erkennen, ziehen alle an einem Strang, um noch mehr Wert daraus zu ziehen.
Daten in den Mittelpunkt stellen
Einer der größten Pluspunkte der Cloud ist die Möglichkeit, Daten gezielt zu nutzen, um Umsatzchancen und Einsparpotenziale zu erkennen. Cloud-basierte Datenarchitekturen verschaffen autorisierten Nutzerinnen und Nutzern einfachen Zugriff auf belastbare, handlungsrelevante Daten und erlauben es, Speicherung, Management und Governance von Daten skalierbar zu zentralisieren.
Erfreulicherweise stehen Unternehmen, die Big-Data-Initiativen umsetzen wollen, fertige Optionen der großen Cloud-Anbieter zur Verfügung. Cloud-Berater und Technologiepartner wie DoiT bieten Unterstützung bei Machine Learning und Big Data, um branchen- und funktionsspezifische Daten- und Erkenntnispotenziale zu erschließen.
Eines aber löst die Cloud nicht: bestehende Probleme mit Ihren Daten. Vor der Migration müssen Quelldaten geprüft und Schwachstellen behoben werden. Daten verlieren mit der Zeit an Qualität – etablieren Sie deshalb Kontrollen, die diese Qualität sichern. Zur Vorbereitung gehören außerdem belastbare Data-Governance-Richtlinien für eine optimale Datenqualität.
Security und Compliance in den Vordergrund rücken
Die Cloud löst klassische Netzwerkperimeter auf und vergrößert die Angriffsfläche, die überwacht werden muss – ein gefundenes Fressen für Angreifer. Die Sichtbarkeit netzwerkbasierter Daten wird in der Cloud schwieriger; ohne Endpoint-Telemetrie, die Security-Teams alarmiert, sobald wichtige Assets kompromittiert sind, fallen Sicherheitsvorfälle oft erst spät auf.
Lösen lässt sich das mit einer belastbaren Risikomanagement-Strategie, die Risiko und Chance in der Cloud-Security in Einklang bringt. Eine solche Strategie sollte stark auf Automatisierung setzen, um Security und Compliance in Infrastruktur-, Anwendungs- und Security-Betrieb zu verbessern. Wer eine einheitliche Automatisierungsstrategie etabliert, senkt das Risiko von Fehlkonfigurationen und menschlichen Fehlern – den häufigsten Ursachen für Cloud-Sicherheitsvorfälle. Diese Form der Automatisierung ist die Grundlage für effektives DevSecOps, bei dem Sicherheit als gemeinsame Verantwortung über den gesamten IT-Lifecycle hinweg verankert ist.
Verbleibende Zweifel lassen sich mit einem vertrauenswürdigen Partner ausräumen, der ein Cloud Security Review durchführt und konkrete Empfehlungen ausspricht.
Nicht im Alleingang
Den Wert der Cloud zu heben, erfordert ein Spektrum an Fähigkeiten und Tiefenwissen, das kaum eine Organisation allein aufbauen kann. Deshalb ist es sinnvoll, sich auf erfahrene Partner zu stützen, die Ihre eigenen Kapazitäten ergänzen.
Welcher Cloud-Partner zu Ihrem Unternehmen passt, hängt von mehreren Faktoren ab: Ihren geschäftlichen Anforderungen, den vorhandenen internen Skills und den gewählten Cloud-Anbietern. Angesichts der hohen Dynamik und stetigen Weiterentwicklung der Cloud-Technologie lohnt sich ein Partner, der mit Ihnen mitskaliert und Ihr Wachstum aktiv begleitet. Mit einem auf Ihre Anforderungen zugeschnittenen Technologie-Portfolio sowie fundierter Beratung und Unterstützung entfalten Sie das volle Potenzial der Cloud – heute und in Zukunft.
