Das Versprechen der Public Cloud verleitet Unternehmen dazu, enorme Ressourcen in Cloud-Initiativen zu stecken – nicht immer mit dem erhofften Ergebnis.

Das Versprechen der Public Cloud verleitet Unternehmen dazu, enorme Ressourcen in Cloud-Initiativen zu stecken – nicht immer mit dem erhofften Ergebnis. In diesem Beitrag beleuchten wir, warum das Steuern von Cloud-Kosten so anspruchsvoll ist, wo manuelle Ansätze an ihre Grenzen stoßen und warum Automatisierung der Schlüssel ist.
Das Chaos der Cloud-Kosten
Auf ihrem Weg zur digitalen Innovation verschwenden Unternehmen erhebliche Summen durch ineffiziente Nutzung der Public Cloud. Das Potenzial für tiefgreifende operative Effizienz und Innovation treibt die Cloud-Ausgaben immer weiter nach oben – doch der 2021 State of the Cloud Report zeigt: Cloud-Budgets werden im Schnitt um 24 % überschritten.
Der Wechsel von einem Capex- (Investitionsausgaben) zu einem Opex-Modell (Betriebsausgaben) bei IT-Ausgaben sowie das Fehlen belastbarer Cost-Governance-Systeme zählen zu den Gründen, warum Cloud-Ausgaben schnell aus dem Ruder laufen, ohne die erhofften Resultate zu liefern.
Wer neu in der Cloud unterwegs ist, sieht sich zudem mit einer Vielzahl von Rabattmodellen, äußerst kleinteiligen Rechnungen und komplexen Optionen für das Deployment von Workloads konfrontiert – und landet schnell beim Overprovisioning. Berücksichtigt man all diese Faktoren, kann der Schritt in die Cloud ohne wirksame Strategien zur Cloud-Kostenoptimierung für Unternehmen teuer werden.
Der manuelle Ansatz im Cloud-Kostenmanagement
Unternehmen wissen, dass ihre Cloud-Ausgaben aus dem Ruder laufen, und viele wollen aktiv gegensteuern. Tatsächlich prognostiziert IDC, dass Unternehmen, denen bewusst ist, dass mindestens 20 % ihrer Public-Cloud-Ausgaben verschwendet werden, bis 2022 ihren Cloud-Waste halbieren wollen, indem sie verstärkt in das Public-Cloud-Kostenmanagement investieren.
Einen Plan zur Steuerung Ihrer Cloud-Kosten zu entwickeln, ist ein vielschichtiger Prozess mit mehreren Schritten:
- Identifizieren Sie, wo Waste entsteht, indem Sie nachverfolgen, wo Kosten anfallen.
- Bestimmen Sie, welche Kosten in vorhersehbarer Form wiederkehren.
- Reservieren Sie diese Workloads für den Commitment-Rabattplan Ihres Cloud-Anbieters.
- Spüren Sie Kosten auf, die sich eliminieren lassen (z. B. ungenutzte, weiterlaufende Instanzen).
- Holen Sie Empfehlungen für das Right-Sizing möglicherweise überdimensionierter Instanzen ein.
- Treffen Sie fundierte Prognosen zu Ihrem künftigen Cloud-Bedarf und planen Sie, wie Sie diese Kapazität bereitstellen.
- Verhandeln Sie Cloud-Compute-Rabatte mit Ihren Anbietern für Compute-Commitments.
- Sorgen Sie dafür, dass Ihre Cloud-Cost-Governance lückenlos greift.
Doch damit ist es nicht getan: Nutzung analysieren, Erkenntnisse ableiten, die Cloud-Infrastruktur entsprechend anpassen, Preismodelle recherchieren – die Arbeit rund um die Cloud-Kostenoptimierung ist ein fortlaufender Prozess, anfällig für menschliche Fehler und besonders zeitintensiv.
Es gibt jedoch einen Weg, Cloud-Kosten unter Kontrolle zu bringen, der genau diesen Aufwand und die damit verbundene Fehleranfälligkeit beseitigt: die Automatisierung des Cloud-Kostenmanagements.
Die automatisierte Alternative
Sobald Sie sich für den Weg der Automatisierung entscheiden, fangen Sie an zu sparen. Schon der reduzierte Zeitaufwand für das manuelle Management Ihrer Cloud-Kosten zahlt sich aus: Ihr Team gewinnt Freiraum für Features und Produkte, die Kunden gewinnen und binden – und gleichzeitig sinkt die Fehlerquote, was wiederum Zeit für Diagnose und Debugging spart.
Automatisierung verarbeitet und interpretiert Daten mühelos und setzt fundierte Empfehlungen direkt um. Statt vergangene Nutzung intern zu analysieren und den künftigen Bedarf selbst zu prognostizieren, können Sie sich auf automatisierte Technologien verlassen, die Ihre Anforderungen mit den kosteneffizientesten verfügbaren Instanztypen und -größen abgleichen. Wenn Sie mehr oder weniger Compute-Ressourcen nutzen als prognostiziert, lassen sich die Ihrem Konto zugeordneten Commitments anpassen.
Der Prozess ist nahtlos und dynamisch – alle Änderungen erfolgen in Echtzeit, damit Sie das volle Potenzial Ihrer Cloud-Kostenoptimierung ausschöpfen. Genau so funktioniert Flexsave von DoiT.
Flexsave nutzt die Google Cloud- und AWS-Abrechnungsdaten der Kunden, um Muster in der On-Demand-Ressourcennutzung zu analysieren. Auf dieser Grundlage stellt Flexsave für jedes Kundenkonto die passende Mischung aus DoiTs Wholesale-SPs, -RIs und -CUDs zusammen. Verändert sich die Nutzung, passt Flexsave die Konfiguration der Compute-Rabatte automatisch an und maximiert so die Einsparungen.
Für Kunden mit unvorhersehbarem Ressourcenbedarf ist diese Flexibilität unbezahlbar – und ohne Automatisierung praktisch nicht zu realisieren. Nehmen wir ein Unternehmen wie NiceHash, einen weltweiten Marktplatz für Hashing-Power, auf dem Käufer und Verkäufer von Rechenleistung zusammenkommen, um Kryptowährungen zu minen.
Krypto-Mining ist eine stetig wachsende, ständig in Bewegung befindliche Branche, in der sich die Nachfrage häufig, stark und unvorhersehbar verändert. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hardware fürs Krypto-Mining hochmodern ist – mit ständigen Anpassungen bei der Anzahl virtueller Maschinen und Upgrades auf die jeweils neuesten Modelle, sobald sie verfügbar sind. Diese Anforderungen machen es für NiceHash unmöglich, Google Cloud Committed Use Discounts (CUDs) zu nutzen, denn dafür müsste sich das Unternehmen auf einen bestimmten Prozessortyp festlegen.
Genau hier kommt Flexsave ins Spiel. Denis Tomasevic, Head of Infrastructure and Security bei NiceHash, bringt es auf den Punkt: "Mit Flexsave von DoiT holen wir das Maximum an Performance heraus, weil wir Maschinen jederzeit wechseln können – und gleichzeitig CUD-Rabatte auf eben diese Maschinen erhalten!"
Cloud-Kostenoptimierung durch Automatisierung in der Praxis
Die ideale Technologie für eine automatisierte Cloud-Kostenoptimierung bindet Sie an keines der Compute-Commitments der großen Cloud-Anbieter. Das ist für die meisten Unternehmen eine enorme Erleichterung – schließlich können erhebliche Kosten entstehen, wenn man sich für bis zu drei Jahre auf einen bestimmten Rabattplan festlegt, ganz gleich, wie sich die eigene Nutzung entwickelt. Flexsave etwa passt Ihre Rabatte laufend an Ihre Nutzung an, ohne Sie an ein konkretes Commitment zu binden.
Ein gutes Produkt zur Cloud-Kostenoptimierung ist risikofrei. Selbst bei plötzlichen Nutzungsspitzen oder -einbrüchen müssen Sie weder fürchten, für unerwartete Zusatzkapazitäten zu viel zu zahlen, noch für ungenutzte Ressourcen aufzukommen. Der richtige Automatisierungsmechanismus verschafft Ihnen Zugang zu Compute-Rabatten – Kapazitätsplanung wird zur Nebensache.
Der vielleicht größte Vorteil einer robusten Automatisierung: die Gewissheit, dass Ihr Cloud-Kostenmanagement im Griff ist, ohne dass Sie sich ständig damit beschäftigen müssen.
Die Zukunft der Cloud-Kostenkontrolle
Compute-Commitments bei Ihrem Cloud-Anbieter zu kaufen, kann Ihre Compute-Kosten deutlich senken – doch die richtigen auszuwählen und sauber zu managen, ist alles andere als trivial. Möglicherweise müssen Sie Reservierungen bei mehreren Anbietern erwerben, und es gibt keine Garantie, dass Sie nicht auf ungenutzten Ressourcen sitzen bleiben oder bei Nachfragespitzen On-Demand-Instanzen zukaufen müssen.
Flexsave automatisiert diesen Prozess und maximiert Ihre Cloud-Compute-Rabatte für AWS und Google Cloud dynamisch – ohne die Risiken oder Einschränkungen langfristiger Nutzungsverpflichtungen. Kunden sparen in der Regel den Gegenwert eines 1-Jahres-Commitment-Rabatts auf ihre Cloud-Compute-Ausgaben – mit On-Demand-Zugriff auf das Wholesale-Inventar von DoiT International an AWS Savings Plans, Reserved Instances und Google Cloud Committed Use Discounts.
Cloud-Kosten manuell kontrollieren zu wollen, widerspricht dem eigentlichen Geist der Cloud – die für Agilität, Innovation und technologische Kosteneffizienz steht. Wer beim Cloud-Kostenmanagement auf manuelle Methoden setzt, schwächt die eigene Servicefähigkeit und bindet Teams in mühsamer, wenig inspirierender Arbeit. Wer manuelle Eingriffe durch Automatisierung ersetzt, beschleunigt seine Prozesse, maximiert die Einsparungen und gewinnt Freiraum für das, was wirklich zählt: Produkte und Features zu entwickeln, die Ihre Kunden begeistern.