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FinOps einführen: Der erste Schritt zu Cloud-Einsparungen

By Craig LowellApr 28, 20237 min read

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cloud finops

Die zunehmende Verbreitung von FinOps in Unternehmen weltweit ist ein zweischneidiges Schwert. Cross-funktionale Teams, die Cloud-Ausgaben im Einklang mit den übergeordneten Unternehmenszielen planen, steuern und überwachen, sind ein klarer Gewinn – doch der Weg, eine FinOps-Disziplin tatsächlich zu etablieren und ins Rollen zu bringen, kann erschlagend wirken.

Das liegt zum einen daran, dass FinOps die Zustimmung mehrerer Teams im Unternehmen braucht – wie Sie Ihre Engineers am besten dafür gewinnen, haben wir in einem früheren Blogbeitrag beleuchtet. Zum anderen ist es schlicht anspruchsvoll, Prozesse zur Kostenoptimierung überhaupt aufzusetzen. Schon eine vermeintlich einfache Frage wie "Wer sollte überhaupt eingebunden sein?" kann im Unternehmen für Verwirrung sorgen.

Wen sollte FinOps interessieren?

Werfen wir zunächst einen Blick darauf, welche Personas im Unternehmen ein Interesse daran haben sollten, diese Praktiken zu etablieren. Da FinOps als Brücke zwischen Business-, IT- und Finance-Teams fungiert, ist es entscheidend, dass die Führung dieser Bereiche Verantwortung für die Strategie übernimmt und für klare Kommunikationswege rund um die Cloud-Ausgaben sorgt.

Auf Business-Seite muss die Geschäftsführung die Idee im gesamten Unternehmen vorantreiben und sicherstellen, dass alle auf dasselbe Ziel hinarbeiten. Die Finanzabteilung ist ohnehin meist für Budgetierung und Forecasting der Gesamtkosten der kommenden Monate und Jahre zuständig – ihr Anliegen ist es, die Cloud-Kosten genau zu verstehen und sauber nachzuverfolgen, damit das Geld sinnvoll eingesetzt wird. Und natürlich verantworten IT, Engineering und Operations das eigentliche Forecasting, die Bereitstellung und den Betrieb der Cloud-Umgebungen. Sie müssen den Bedarf des Unternehmens an die übrigen Teams kommunizieren und ihre Ausgabenentscheidungen begründen können.

finops team

Quelle: FinOps Foundation

Auch weitere Rollen wie Product Owner und Procurement sollten eingebunden sein – im Mittelpunkt stehen jedoch die FinOps-Praktiker. Diese Person oder dieses Team – unabhängig davon, ob "FinOps" tatsächlich in der Jobbezeichnung steht – ist letztlich dafür verantwortlich, die Lücke zwischen den genannten Abteilungen zu schließen und eine Kultur zu etablieren, in der jedes Team auf ein Playbook mit Best Practices zurückgreifen kann, um Cloud-Ausgaben zu optimieren und den Return on Investment zu maximieren.

Doch die richtigen Leute an Bord zu holen, ist nur der erste kleine Schritt auf dem Weg zu FinOps. Für die passende Kultur braucht es klare Ziele. Die FinOps Foundation gliedert diese in spezifische Domains, die jeweils aus einzelnen Capabilities bestehen (Capabilities, die sich häufig über mehrere Domains erstrecken).

Die sechs FinOps-Domains lauten:

  1. Understanding Cloud Usage and Cost
  2. Performance Tracking & Benchmarking
  3. Real-Time Decision Making
  4. Cloud Rate Optimization
  5. Cloud Usage Optimization
  6. Organizational Alignment

Innerhalb dieser Domains gibt es einige Capabilities, die in Ihrem Unternehmen vermutlich schon in gewissem Umfang gelebt werden. Das Management commitmentbasierter Rabatte beispielsweise betreiben die meisten Unternehmen längst, bevor sie eine etablierte FinOps-Praxis haben; zugleich ist es ein zentraler Bestandteil von Performance Tracking & Benchmarking, Cloud Rate Optimization und Organizational Alignment. Dasselbe gilt für andere Capabilities wie Anomalie-Management, das Messen von Unit Costs sowie Datenanalyse & Showback.

Sind Sie wirklich bereit für den Sprung?

In der Summe lassen sich diese Domains und Capabilities anhand des FinOps Maturity Models einordnen. Es basiert auf einem Crawl-Walk-Run-Ansatz mit Beispielzielen, die Unternehmen ein Gefühl für den Gesamtumfang vermitteln und zeigen, wo sie zu Beginn dieses Wegs stehen.

Wer sich allerdings auf der Crawl-Stufe des Reifegradmodells befindet, kann auch von diesem Framework überfordert sein und sich fragen, wo überhaupt anzusetzen ist. Das gilt besonders für kleinere oder jüngere Unternehmen, denen die nötigen Tools oder das Know-how fehlen, um diese Strategien sauber umzusetzen – und selbst wenn beides vorhanden ist, fehlt oft schlicht die Zeit oder die personelle Kapazität.

Anders gesagt: Möglicherweise sind Sie noch nicht so weit, eine umfassende Top-down-FinOps-Praxis über alle Teams und Stakeholder hinweg auszurollen. Es besteht das Risiko, dass sich der Aufwand an Zeit und Geld langfristig nicht ausreichend rentiert – mit der Folge, dass Sie nicht nur Ressourcen verbrennen, sondern diese auch dort fehlen, wo sie dringender gebraucht würden, und so Ihren langfristigen Geschäftserfolg gefährden. Das Letzte, was Sie wollen, ist ein unternehmensweites Projekt, das am Ende mehr Geld kostet, als es einspart.

Wie also vorgehen?

Cloud-Kostenoptimierung als schneller Erfolg

Es liegt auf der Hand: Am einfachsten gewinnt man Rückhalt und Schwung für eine neue Initiative mit greifbaren Ergebnissen. Wer in der Anfangsphase ein paar schnelle Erfolge vorweisen kann, schafft Glaubwürdigkeit im Unternehmen und legt das Fundament für die nächsten Schritte.

Beim Aufbau einer FinOps-Praxis, deren Sinn gerade darin liegt, Einkauf und Nutzung von Cloud-Ressourcen zu optimieren, ist Kostenoptimierung der naheliegendste Hebel. Schon eine kleine Senkung der monatlichen Cloud-Rechnung zeigt, dass sich das Vorhaben lohnt – und sie schafft zugleich einen Einstieg in die größeren Domains und Capabilities, denen Sie sich anschließend widmen.

Da Compute-Kosten häufig deutlich mehr als die Hälfte der Cloud-Rechnung ausmachen, bietet dieser Bereich das größte Hebelpotenzial, um die Gesamtausgaben zu senken. Cloud-Anbieter wie AWS und Google Cloud gewähren zwar Rabatte gegen langfristige Commitments – diese Angebote in der Praxis zu nutzen, ist jedoch deutlich anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick wirkt.

Zum einen erinnert ein Compute-Commitment im Kern an den klassischen Ansatz, dedizierten Platz im Rechenzentrum zu reservieren – und kostet die Flexibilität, neue Instanzen in einer anderen Region oder Maschinenfamilie hochzufahren als gewohnt. Sowohl AWS als auch GCP bieten mehrere Arten von Compute-Commitment-Plänen, die unterschiedliche Flexibilitätsgrade abdecken. Die Faustregel: Je spezifischer Sie sich festlegen, desto höher der Rabatt – Sie tauschen Flexibilität gegen Einsparungen. Hinzu kommt, dass Sie meist gar nicht wissen, wie viel Flexibilität Sie über die Laufzeit des Commitments hinweg brauchen werden.

Tatsache ist: Das Management eines Cloud-Commitment-Portfolios kann eine Vollzeitstelle oder sogar ein ganzes Team auslasten. Bei der Prognose des Compute-Verbrauchs sind zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen – Maschinentypen, Regionen, Cloud-Services und vieles mehr –, und die laufende Überwachung von Verbrauch und Ablaufdaten über mehrere Commitments und Teams hinweg ist eine ganzjährige Daueraufgabe. Selbst wenn Sie das alles im Griff haben, bleibt das grundsätzliche Risiko, sich über lange Zeiträume auf einen bestimmten Compute-Verbrauch festzulegen – ohne Gewähr, dass Ihr Bedarf in einem Jahr noch zu Ihrer heutigen Einschätzung passt. Überdimensionieren Sie, zahlen Sie für ungenutzte Instanzen; unterdimensionieren Sie, lassen Sie Einsparungen liegen.

finops challenges

Die Lösung automatisieren

Die Antwort auf diese Management-Herausforderungen – und das Geheimnis Ihres schnellen FinOps-Erfolgs – liegt in der Automatisierung. Ein Tool wie DoiT Flexsave™ entstand aus der Überzeugung, dass Cloud-Architekten, Produktteams und DevOps-Verantwortliche ihre Energie in Produkte und Wachstum stecken sollten – statt Monat für Monat stundenlang Tabellen zu wälzen, um Commitment-Ausgaben nachzuhalten. Finance- und Executive-Teams wiederum müssen nachvollziehen können, wie Cloud-Ressourcen verbraucht werden (z. B.: Welche Teams und Anwendungen sind die größten Treiber? Welche Cloud-Services sind geschäftskritisch?), damit sich diese Ausgaben mit den übergeordneten Unternehmenszielen verknüpfen lassen.

Flexsave löst dieses Management-Problem, indem es die Flexibilität von On-Demand-Cloud-Compute mit den Vorteilen commitmentbasierter Rabatte verbindet. Per Machine Learning analysiert die Lösung Ihre laufenden AWS-Compute-Ausgaben und identifiziert Workloads, die noch nicht durch bestehende Commitments abgedeckt sind. Flexsave wendet dann automatisch das Äquivalent eines 1-Jahres-Savings-Plans auf diese On-Demand-Workloads an – und erspart Ihnen damit das laufende Commitment-Tracking, präzise Langfristprognosen und das Risiko, das mit dem Kauf von Ressourcen-Commitments einhergeht.

Cloud-Technologie umfasst natürlich weit mehr als nur Compute, und FinOps geht weit über reine Kostenoptimierung hinaus. Um den Umfang ihrer Cloud-Umgebungen sowie Verbrauch und Kosten vollständig zu erfassen, müssen FinOps-Teams Ausgaben zuordnen und Showback für bestimmte Teams, Services oder Anwendungen umsetzen können. Deshalb haben alle DoiT-Nutzer Zugriff auf Attributions- und Cost-Analytics-Reporting für ihre gesamte Cloud-Umgebung – und gehen damit über die schnellen Erfolge hinaus, hin zu einer umfassenderen FinOps-Praxis.

Wenn Sie mehr über Flexsave und die breiteren Lösungen von DoiT für Kostenoptimierung und Cloud-Analytics erfahren möchten, starten Sie eine Self-Guided Tour durch das gesamte Produktportfolio oder sprechen Sie noch heute mit einem DoiT-Experten.