Erfahren Sie, wie DoiT Ihnen hilft, Kosten zuzuordnen und Ihre Cloud-Rechnung im Geschäftskontext aufzuschlüsseln.

So verstehen Sie Ihre Cloud-Rechnung im Geschäftskontext
Wenn Ihre Cloud-Ausgaben wachsen und komplexer werden, reicht eine reine Aufschlüsselung nach Service oder Projekt/Account nicht mehr aus, um wirklich nachzuvollziehen, wie sich die Kosten innerhalb Ihres Unternehmens verteilen.
Sinnvoll ist es, die Kosten so zu strukturieren, wie Ihr Unternehmen aufgebaut ist. Vielleicht möchten Sie Ihre Cloud-Rechnung nach mehreren Teams, Umgebungen oder anderen Kategorien aufteilen. Solche Kategorien können jedoch komplex definiert sein. So könnten in Ihrem Unternehmen die Kosten der "Staging-Umgebung" zum Beispiel die Summe aller Projekte/Accounts sein, deren Name mit "staging" beginnt.
Mit Attributions in DoiT Cloud Intelligence™ ordnen Sie Cloud-Kosten beliebigen, individuellen Kategorien zu – durch freie Kombination von Cloud-Ressourcen: Tags/Labels, Projekte/Accounts, Service-Metadaten und mehr.
Sehen wir uns an, was Attributions sind und wie sie funktionieren. Springen Sie direkt zur interaktiven Tour, um Attributions selbst auszuprobieren.
Was sind Attributions?
Eine "Attribution" ist eine logische Gruppierung von Cloud-Ressourcen, die eine für Ihr Unternehmen individuelle Kostenkategorie abbildet.
Unternehmen nutzen Attributions in DoiT Cloud Intelligence, um ihren Cloud-Verbrauch im Geschäftskontext zu verstehen.
Außerdem sind sie ein erster Schritt, um Kostenverantwortung bei den jeweiligen Stakeholdern zu verankern.
Schauen wir uns einige Beispiele für Attributions und ihre Einsatzmöglichkeiten an:
Mit Attributions die Kosten von Engineering-Teams definieren
Intern setzen wir Attributions ein, um die Kosten jedes einzelnen Engineering-Teams zu erfassen. In diesem Beispiel haben wir das Team "Bruteforce" als jede Ressource definiert, die mit einem "team"-Label oder einem Projekt-Label-Wert "bruteforce" markiert ist.
Mit der Logik "A OR B" stellen wir anschließend sicher, dass die Kosten folgender Ressourcen zusammengefasst werden:
- Ressourcen, die nur mit dem Label "team" getaggt sind
- Ressourcen, die nur mit dem Projekt-Label "team" getaggt sind
- Ressourcen, die sowohl mit dem Projekt-Label als auch mit dem Label "team" getaggt sind

Viele nutzen Attributions, um Kostenberichte zu erstellen, mit denen sie ihre Kosten im Geschäftskontext nachvollziehen können.
Im Beispiel unten schlüsseln wir die Kosten von "Team Bruteforce" nach Service auf, um die wichtigsten Kostentreiber dieses Engineering-Teams zu erkennen.

Mit Attributions die Kosten einzelner Umgebungen definieren
Hier definieren wir die Kosten unserer Staging-Umgebung per Regex, indem wir alle Google-Cloud-Projekte zusammenfassen, deren Name das Wort "staging" enthält.
Ein gutes Beispiel dafür, wie sich Kostenkategorien ganz ohne Tags oder Labels definieren lassen.

Beachten Sie: Bei der Definition unserer "Staging Environment"-Attribution haben wir per Regex alle Projekte mit dem Wort "staging" erfasst. "Staging"-Projekte/-Accounts kommen häufig dazu oder fallen weg. Mit Regex müssen Sie Ihre Berichte (oder Attributions) nicht jedes Mal anpassen, wenn ein "staging"-Projekt hinzugefügt oder entfernt wird.

Unten haben wir mit drei Attributions, die jeweils einen anderen Umgebungstyp abbilden, einen Bericht "Cost per Environment" gebaut. So sehen wir die Kosten der Development-, Staging- und Production-Umgebung auf einen Blick.

Auch hier lassen sich die Kosten jeder Umgebung nach weiteren Variablen wie "Service" aufschlüsseln, um die wichtigsten Kostentreiber zu identifizieren.
Wenn Sie Ihr Team oder andere Stakeholder über diese Berichte auf dem Laufenden halten möchten, können Sie sie in einem von Ihnen gewählten Intervall automatisch aktualisieren und per E-Mail zustellen lassen.

Mit Attributions Einsparpotenziale beim EBS-Storage abschätzen
Sie können Attributions auch für andere Gruppierungen nutzen, die nichts mit der Aufschlüsselung Ihrer Cloud-Rechnung zu tun haben.
Angenommen, Sie nutzen GP2-Volumes für AWS EBS und möchten herausfinden, wie viel Sie mit einer Migration auf GP3 sparen könnten.
Zuerst legen wir eine Attribution an, die alle EBS-Kosten für GP2-Volumes erfasst:

Laut AWS ist GP3 pro GB bis zu 20 % günstiger als bestehende GP2-Volumes – die Berechnung der Einsparungen ist also recht einfach.
Dafür nutzen wir ein weiteres Feature von DoiT Cloud Intelligence: Metrics. Damit ermitteln wir auf Basis der eben angelegten Attribution unser tägliches Einsparpotenzial. Wir multiplizieren unsere GP2-Attribution einfach mit 0,2, wie unten gezeigt.

Umgekehrt können Sie diese Attribution auch mit 0,8 multiplizieren, um die voraussichtlichen Kosten mit GP3-Volumes nach Berücksichtigung der Einsparungen zu erhalten.
Weitere Einsatzmöglichkeiten für Attributions
Sobald Sie Attributions angelegt haben, können Sie sie in DoiT Cloud Intelligence vielfältig einsetzen, um Ihre Cloud-Ausgaben zu durchleuchten, ungewollte Aktivitäten zu erkennen und unternehmensweit ein Kostenbewusstsein zu schaffen.
Wie Sie damit individuelle Kostenberichte bauen, haben wir bereits gezeigt. DoiT-Kunden setzen Attributions darüber hinaus ein, um:
- Cloud-Kosten zuzuordnen
- die Vorhersagbarkeit von Ausgaben mit Budgets zu verbessern
- granulare Kostenwarnungen einzurichten
- Teams, Umgebungen und mehr automatisch auf Anomalien zu überwachen
- und vieles mehr!
Weitere Anwendungsfälle finden Sie in diesem Beitrag.
Was ist mit Tags und Labels?
Vielleicht denken Sie beim Lesen: "Aber kann ich das nicht auch mit Tags und Labels erreichen?" Sind Attributions also ein Ersatz für Tags und Labels?
Es sind zwei verschiedene Dinge, die sich allerdings teilweise überschneiden. Attributions helfen Ihnen, Ihre Ausgaben zu strukturieren, ohne dass Ihr Tagging perfekt sein muss. Tags und Labels können Sie als Bausteine für Ihre Attributions verwenden.
Ja, mit Tags/Labels lässt sich Ähnliches erreichen wie mit Attributions – sofern in Ihrer Organisation eine saubere Tagging-Hygiene herrscht. Das heißt: ein Tag-Schlüssel pro Kategorie, die Sie definieren möchten (z. B. environment, product, team), genau ein Wert pro Ausprägung innerhalb dieses Schlüssels und ein konsequentes Tagging aller Ressourcen.
So könnte ein Bericht im AWS Cost Explorer mit korrekt (und konsistent) gesetzten AWS-Tags aussehen:

Doppelte Tag-Schlüssel oder -Werte
In der Praxis gibt es jedoch oft mehrere Tag-Schlüssel oder -Werte für dieselbe Kategorie. Manche Ressourcen sind mit dem Tag "Environment" versehen, andere mit "Env" oder "environment". Oder alle Ressourcen tragen das Tag "Environment", aber mit Werten wie "prod", "production" oder "Production".
Das macht das Kosten-Reporting schwierig, weil sich doppelte Schlüssel/Werte nicht zu einer einzigen Gruppe zusammenfassen lassen. Mit Attributions geht genau das.
Unten haben wir alle Ressourcen mit dem Tag "Environment" und den Werten "prod", "Production" und "production" zusammengefasst, um die Kosten der Production-Umgebung abzubilden.

Multi-Cloud
Was, wenn Ihre App(s) sowohl auf AWS als auch in der Google Cloud laufen? Wie messen Sie die Gesamtkosten? Nativ in den Cloud-Plattformen geht das nicht – dort hätten Sie jeweils nur die halben Daten und müssten Ihre getaggten und gelabelten Ressourcen separat analysieren.
Mit Attributions führen Sie Kosten aus beiden Clouds zusammen – getaggte/gelabelte Ressourcen, Accounts/Projekte usw. – und erhalten so eine konsolidierte Sicht auf Ihre Multi-Cloud-App.
Wenn Tags für die geplante Kostengruppierung nicht passen
In anderen Fällen erfordert Ihre Definition einer Kostenkategorie gar keine Tags. Vielleicht möchten Sie die Kosten der "Staging-Umgebung" abbilden, indem Sie die Kosten mehrerer für Staging genutzter AWS-Accounts oder GCP-Projekte zusammenführen.

Legacy-Systeme ohne Tag-Unterstützung
Schließlich begegnen uns immer wieder Kunden mit Legacy-Systemen, die schlicht keine Tags unterstützen.
In den AWS- oder Google-Cloud-Konsolen gibt es dafür derzeit keine Workarounds. Mit Attributions sind Sie jedoch nicht auf Tags angewiesen, wenn Sie Cloud-Kosten der individuellen Taxonomie Ihres Unternehmens zuordnen möchten.
Attributions in einer interaktiven Tour erleben
Ob Sie Ihre Kosten einfach besser im Geschäftskontext verstehen oder bei Ihren Stakeholdern eine Kultur der Kostenverantwortung etablieren möchten – alles beginnt mit Attributions.
Möchten Sie sich mit Attributions ein klares Bild Ihrer Cloud-Kosten verschaffen? Starten Sie die interaktive Tour unten oder sprechen Sie mit DoiT darüber, wie Sie Attributions und die übrigen DoiT-Produkte für Ihr Team freischalten.
