Google vereint seine Business-Intelligence-Produkte: Looker und Data Studio werden zu Looker Studio. Wir erklären, was sich ändert.

Auf der Google Cloud Next ‘22 angekündigt: Looker und Data Studio werden zu Looker Studio – Google konsolidiert seine Business-Intelligence-Tools
Google hat Looker 2020 übernommen, um Kunden eine umfassende Business-Analytics-Lösung anzubieten. Jetzt führt das Unternehmen seine Business-Intelligence-Produktfamilie unter dem Dach von Looker zusammen. Damit sollen Unternehmen fundiertere operative Entscheidungen treffen können, weil mehr Daten in ihre Workflows und Anwendungen einfließen. Im Zuge dieser Neuausrichtung
werden Looker und Data Studio zusammengelegt – Data Studio wird zu Looker Studio.
Wir helfen Ihnen, sich in den Änderungen zurechtzufinden:
Looker
Eine der zentralen Stärken, die Google an Looker überzeugt haben, war die semantische Datenmodellierung: Sie ermöglicht es Entwicklern, Daten- und Analytics-Assets zu definieren und so eine konsistente Interpretation sicherzustellen. Daran ändert sich nichts: Entwickler legen ihre Governance-Semantik, Regeln und Schichten weiterhin in Looker fest, während Endanwender auf diese kontrollierten Daten zugreifen, um ihre Datenvisualisierungen in Looker Studio zu erstellen.
Enterprise- und Corporate-Kunden benötigen Looker auch künftig für die semantische Schicht, auf der die Auswertungen in Looker Studio basieren. Ebenso ist eine bestehende Looker-Umgebung erforderlich, um Looker Studio Pro voll auszuschöpfen. Looker richtet sich an Enterprise-Kunden mit einer großen Zahl von Nutzern und bietet:
● Governance für zentrale Kennzahlendefinitionen
● robuste Zugriffsrechte und Sicherheit für Daten
● Self-Service-Content-Erstellung auf Basis gemeinsamer Logik
● Freigabe, Zeitplanung und Benachrichtigungen
● operative Analytics
● Integration von Analytics in bestehende Tools und Workflows
● eingebettetes BI/Analytics
● Erstellung individueller Anwendungen
Looker Studio
Looker Studio – ehemals Data Studio – ist eine Datenvisualisierungsplattform, mit der Sie Datensätze aus Quellen wie Google Sheets, Google Analytics und bestimmten Datenbanken an einem Ort zusammenführen, um daraus verständlichere Reports zu erstellen. Kunden können Self-Service-Analytics aus Ad-hoc-Datenquellen mit vertrauenswürdigen Daten kombinieren, die bereits in Looker geprüft und modelliert wurden.
Als Teil des Standardangebots von Looker Studio – aktuell in der Preview – steht Nutzern ein Connector zu den semantischen Schichten von Looker zur Verfügung. Damit lassen sich Daten aus einer Looker-Instanz an Looker Studio senden, und Nutzer können mit ihren Looker-Anmeldedaten auf Looker-Daten zugreifen, um in Looker Studio eine neue Datenquelle anzulegen. Wer die Verbindung zu Looker nutzen möchte, braucht eine Viewer-Lizenz in Looker. Anmeldedaten dürfen weder geteilt noch gemeinsam genutzt werden.
Das Tool bleibt kostenlos und eignet sich für Business-Anwender, die Business-Intelligence-Funktionen über all ihre Daten hinweg nutzen möchten – etwa für:
● individuelle Analysen
● einmalige Ad-hoc-Visualisierungen oder Reports
● einzelne Datenquellen oder kleine bzw. voraggregierte Datensätze
● Tabellenkalkulationsdaten und .csv-Dateien
Looker Studio Pro
Looker Studio Pro ist kostenpflichtig (ab 7 US-Dollar pro Nutzer und Monat für Kunden ohne Commitment)
und soll Mitte November starten. Es erweitert Looker Studio um zusätzliche Funktionen. Wer auf Looker Studio Pro upgradet, darf sich auf neue Enterprise-Management-Funktionen, Team-Collaboration-Features und SLAs freuen.
Die Pro-Version richtet sich an Administratoren oder Datenteams bestehender Looker-Studio-Accounts, die alle Nutzer ihrer Cloud-Identity-Organisation verwalten und zusätzliche Enterprise-Funktionen wie Security-Integration, User Management, Projektintegration in Google Cloud sowie Support benötigen. Sie können einzelne Datensätze und Daten-Subsets gezielt freigeben, unterschiedliche Berechtigungen vergeben und ihre gesamte Cloud-Identity-Organisation steuern. Governance-Funktionen für die semantische Schicht bieten allerdings weder Looker Studio noch Looker Studio Pro – das leistet ausschließlich Looker.
Wie geht es weiter?
Selbst Unternehmen mit den passenden Tools tun sich oft schwer damit, Daten und Analytics für eine wirklich datengetriebene Entscheidungsfindung einzusetzen. Eine Partnerschaft mit einem Experten wie DoiT hilft Ihnen, das Maximum aus Ihren Daten- und Analytics-Fähigkeiten herauszuholen – unabhängig davon, ob Sie die Business-Intelligence-Produkte der Looker-Familie einsetzen. Mit fundierter Expertise und offiziellen Partnerkompetenzen für Data und Analytics bei AWS und Google Cloud unterstützen wir Sie dabei, das volle Potenzial Ihrer Daten zu erschließen.