
Die Grenzen verschwimmen. Und das ist auch gut so.
FinOps bleibt nicht in seinem angestammten Bereich. Und das soll es auch gar nicht.
Da Cloud-Ausgaben einen immer größeren Anteil der IT-Budgets ausmachen, ist es nur folgerichtig, dass sich FinOps zunehmend mit angrenzenden Disziplinen überschneidet – IT Financial Management (ITFM), IT Asset Management (ITAM) und sogar Software-Lizenzoptimierung.
Diese Überschneidung bringt Chancen und Reibung zugleich.
In einem aktuellen Gespräch haben FinOps-Verantwortliche die Folgen dieser Konvergenz ausgelotet:
- Tool-Wildwuchs lässt sich nicht länger rechtfertigen. Finance, Engineering und Procurement müssen sich auf eine gemeinsame Sprache für Kosten verständigen. Genau deshalb setzen sich Standards wie FOCUS v1.2 durch – mit früher Unterstützung von Databricks, BigQuery und weiteren Anbietern.
- Total Cost of Ownership (TCO) wird endlich greifbar. Cloud-Kosten allein zeigen nur einen Ausschnitt. Teams wollen Transparenz auf Nutzungsebene – inklusive SaaS, On-Prem, Personal und Lizenzkosten –, um Ausgaben verlässlich mit Geschäftsergebnissen zu verknüpfen.
- Revierkämpfe sind programmiert. Je weiter FinOps seinen Wirkungsbereich ausdehnt, desto häufiger trifft es auf andere Frameworks. Was passiert, wenn sich FinOps-Daten mit ITFM überlagern? Werden FinOps-Tools künftig auch Lizenz- und Asset-Management abdecken – oder drängen etablierte ITFM-Plattformen ins Feld der Cloud-Kosten?
Die Konvergenz ist unausweichlich. Die offene Frage ist: Wer übernimmt die Führung?
Unternehmen, die diesen Wandel frühzeitig mitgehen – mit gemeinsamen Datenmodellen und bereichsübergreifender Kostenverantwortung –, sind besser aufgestellt, um Accountability zu schaffen und unternehmensweiten Mehrwert zu heben.
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