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Cloud-Kostentransparenz mit eBPF: Der Gamechanger für FinOps

By Orit YaronNov 20, 20243 min read

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Je stärker Unternehmen auf Cloud-Ressourcen setzen, desto wichtiger wird die Steuerung der Cloud-Kosten. Klassische Verfahren zur Kostenzuordnung basieren jedoch meist auf Tagging – eine Methode, die vor 15 Jahren entstanden ist, der heutigen Komplexität der Cloud nicht mehr gewachsen ist, fehleranfällig bleibt und sich in dynamischen Umgebungen kaum konsequent durchsetzen lässt. Genau hier setzt eBPF an: eine wegweisende Technologie im Kern unserer FinOps-Plattform, mit der Unternehmen eine bislang unerreichte Transparenz und Zuordnung ihrer Cloud-Kosten erreichen – automatisch und dynamisch.

Was ist eBPF?

eBPF (Extended Berkeley Packet Filter) ist eine leistungsfähige Linux-Kernel-Technologie, mit der sich Programme sicher im Kernel-Space ausführen lassen, ohne dessen Quellcode anzupassen. Ursprünglich für die Paketfilterung entwickelt, ist eBPF heute ein vielseitiges Werkzeug, das Systemereignisse feingranular überwacht, traced und analysiert. Weil sich Kernel-Aktivitäten damit in Echtzeit beobachten lassen, eignet sich eBPF ideal, um komplexe Systeminteraktionen zu verstehen.

Diagramm zur automatisierten, nutzungsbasierten Kostengruppierung: Eingaben wie Billing- und Cloud-Telemetriedaten werden von einer tag-losen Korrelations-Engine verarbeitet und über eine Business-Insights-Engine in Kostenkategorien überführt.

So nutzen wir eBPF in der Attribute™-Lösung

Unsere Plattform setzt eBPF als sicheren, ressourcenschonenden Sensor ein, um tiefe Einblicke in die Cloud-Nutzung zu gewinnen. So funktioniert es:

  1. Feingranulare Observability: Mit eBPF überwachen wir Systemaufrufe, Netzwerkverkehr und Anwendungsverhalten in Echtzeit und machen sichtbar, wie Cloud-Dienste tatsächlich genutzt werden. Das geht weit über Basismetriken wie CPU- oder Speicherauslastung hinaus und zeigt, welche Einheiten (z. B. Teams, Kunden oder Geschäftsbereiche) welche Ressourcen nutzen.
  2. Ressourcen-Tracking ohne Tags: Anders als beim klassischen Tagging beobachtet eBPF Nutzungsmuster direkt im Kernel. So lässt sich nachvollziehen, wie workloads für die Leistungserbringung eingesetzt werden – und mit Geschäftsmetriken wie Kundenaktivität, Team-Beiträgen oder Produktnutzung verknüpfen, ganz ohne manuelles Tagging oder Konfiguration.
  3. Dynamisches und skalierbares Monitoring: Cloud-Umgebungen sind hochdynamisch – eBPF passt sich mühelos an Veränderungen an und sorgt für ein einfaches, präzises Monitoring flüchtiger workloads wie Container oder virtueller Maschinen. Diese Skalierbarkeit ist für große Organisationen mit ständig wechselnder Infrastruktur entscheidend.
  4. Datenbasierte Kostenzuordnung: Indem wir die feingranularen Daten aus eBPF mit Geschäftskennzahlen korrelieren, hilft unsere Plattform, Kosten verständlich zu kommunizieren und für jeden Stakeholder relevante Einblicke zu liefern – für mehr Zusammenarbeit und umsetzbare Erkenntnisse rund um Cloud-Ausgaben. Ein automatisiertes, konsistentes und präzises System schafft Vertrauen in die Kostenzuordnung, sorgt für Verantwortlichkeit und ermöglicht klügere finanzielle Entscheidungen.

Warum eBPF für FinOps entscheidend ist

eBPF erschließt für FinOps ganz neue, bisher ungenutzte Daten. Dank ihrer Detailtiefe stärken sie das Vertrauen, erleichtern die Kommunikation von Kosten und sparen Zeit – ein echter Sprung gegenüber Tagging und damit ein Gamechanger. Mit eBPF versetzt unsere Plattform Unternehmen in die Lage,

  • Cloud-Ausgaben mit Geschäftsergebnissen in Einklang zu bringen,
  • die Zusammenarbeit zwischen Engineering, Finance und Business zu fördern,
  • den Anwendungskontext des Verbrauchs sichtbar zu machen und Ineffizienzen aufzuspüren.

eBPF ist mehr als nur eine Technologie – es ist ein Paradigmenwechsel darin, wie wir komplexe Systeme überwachen, verstehen und steuern. Mit der Attribute™-Plattform schöpfen wir dieses Potenzial voll aus, damit Unternehmen echte Kosteneffizienz und Transparenz in der Cloud erreichen.