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Pizza Pepperoni oder Ananas (sprich: Agent vs. Agent-less)

By Orit YaronNov 13, 20243 min read

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Nach der jüngsten CrowdStrike-Krise ist die alte Debatte Agent vs. Agent-less wieder voll entbrannt. Ein bisschen wie beim Streit um Ananas auf der Pizza: Jeder hat eine feste Meinung, aber die richtige Antwort hängt vom Geschmack ab – oder in diesem Fall von den Anforderungen.

Wer mich kennt, weiß: Ich denke nicht in "alles gut" oder "alles schlecht". Das Leben besteht aus Abwägungen, und oft geht es nicht nur darum, WAS man tut, sondern WIE man es tut.

Genau das gilt für die Agent-vs.-Agent-less-Debatte. Wer glaubt, mit Agent-less immer besser zu fahren, verschenkt eine Menge Vorteile – gerade bei Monitoring, Observability und FinOps. Sehen wir uns ein paar davon an, auf die Sie sonst verzichten müssten:

  • Tiefe und granulare Nutzungsmetriken: Agents liefern detaillierte Einblicke in Systemperformance, Anwendungen und Prozesse.
  • Echtzeitfähigkeit: Mit Agents bekommen Sie Monitoring und Erkenntnisse in Echtzeit – entscheidend, um Probleme rechtzeitig zu erkennen und zu beheben.
  • Höhere Sicherheit: Agents können direkt an der Quelle verschlüsseln und so eine sichere Datenübertragung sicherstellen.
  • Effizienz: Agents filtern und verarbeiten Daten lokal und schicken nur die wirklich relevanten Informationen ans Backend.
  • Zuverlässigkeit: Da kritische Abhängigkeiten von Netzwerk und Remote-Verbindungen entfallen, sammeln Agents auch dann weiter Daten, wenn das Netzwerk ausfällt.

So viel zum "WAS". Auf diese Vorteile würde ich nicht ohne Weiteres verzichten. Schauen wir uns also das "WIE" an – und ein paar Best Practices im Umgang mit Agents, damit das nächste CrowdStrike-Szenario ausbleibt.

A pizza in a box topped with pepperoni, cheese, pineapple slices, and a whole pineapple placed in the center. One slice is slightly pulled out.

Verstehen, was der Agent tut und wie er funktioniert

Nicht jeder Agent ist gleich. Manche sind deutlich invasiver – sowohl beim Ressourcenverbrauch (was sich auf Kapazität, Performance und Kosten auswirken kann) als auch bei den Aktionen, die sie ausführen. Nehmen Sie sich die Zeit, die zugrundeliegende Technologie und das Verhalten des Agents wirklich zu verstehen.

eBPF-basierte Agents gelten zum Beispiel als sicherer: Sie laufen in einer Sandbox innerhalb des Kernels, durchlaufen vor dem Laden Verifier-Prüfungen und verfügen über einen begrenzten, klar definierten Instruktionssatz – neben weiteren Schutzmechanismen. Hinzu kommt eine starke, aktive Community, die diese Technologie kontinuierlich pflegt und auditiert.

Deployment-Strategie

  • Schrittweises Vorgehen: Rollen Sie Agents in Phasen aus – erst auf nicht kritischen Systemen, dann Schritt für Schritt bis zur vollständigen Abdeckung. Das gilt für Erstinstallationen ebenso wie für Versions-Updates.
  • Timing: Steuern Sie das Deployment, statt sich von ihm steuern zu lassen. Verzichten Sie auf automatische Updates – unerwartete Probleme tauchen erfahrungsgemäß im denkbar ungünstigsten Moment auf (zum Beispiel mitten in der wichtigen Demo, auf die Sie seit Wochen hinarbeiten).

Guardrails konsequent setzen

  • Ressourcenbegrenzung: Legen Sie fest, wie viele Ressourcen ein Agent maximal beanspruchen darf, und priorisieren Sie seine Ausführung entsprechend. So verhindern Sie, dass er Ressourcen auf Kosten Ihrer kritischen Services blockiert.

Fazit: Agent-less-Lösungen haben ihre Berechtigung, aber sie bieten nicht die Tiefe, Echtzeitfähigkeit, Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit von Agents. Wer versteht, was Agents leisten, sie strategisch ausrollt und die passenden Guardrails setzt, schöpft ihr volles Potenzial aus – ohne von bösen Überraschungen eingeholt zu werden.

Denken Sie daran: Es geht nicht nur um die Entscheidung zwischen Agent und Agent-less. Entscheidend ist, wie Sie diese Entscheidung umsetzen. Mit dem richtigen Ansatz holen Sie sich das Beste aus beiden Welten – ganz ohne Drama. Übrigens: Ich mag beides, Pepperoni- und Ananas-Pizza!