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Wie FinOps Engineers beim Cloud-Kostenmanagement unterstützt

By Evgeny ZislisFeb 1, 20226 min read

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Engineers haben nichts gegen niedrigere Cloud-Kosten – ihnen fehlt schlicht die Zeit für den Mehraufwand. Die Lösung könnte in mehr Automatisierung liegen.

Laut dem State of FinOps Report 2021 besteht die größte Hürde für FinOps-Teams darin, Engineers und Entwickler für eine bessere Cloud-Kostenoptimierung zu gewinnen. Engineers jonglieren parallel mit zahlreichen Optimierungsthemen – von Performance und Zuverlässigkeit über Sicherheit bis hin zur Entwicklungsgeschwindigkeit. Cloud-Kosten zusätzlich auszubalancieren, ist etwas, worauf sie gut verzichten könnten.

In diesem Artikel beleuchten wir, wie schwierig es ist, Cloud-Engineers aktiv in die Cloud-Kostenoptimierung einzubinden, und stellen Maßnahmen vor, die ihnen das Kostenmanagement erleichtern.

FinOps-Teams haben Mühe, Engineers ins Boot zu holen

IDC prognostiziert, dass Unternehmen 2022 in das Public-Cloud-Kostenmanagement investieren werden, um ihren Cloud-Waste zu halbieren – Schätzungen zufolge macht dieser mindestens 20 % der Public-Cloud-Ausgaben aus. Für FinOps-Teams ist das eine anspruchsvolle Aufgabe, vor allem weil die Engineers, deren Arbeit diese Kosten verursacht, andere Prioritäten haben als die Cloud-Rechnung.

Engineers schätzen es, mit wenigen Klicks neue Cloud-Ressourcen hochzufahren. Verständlich, dass laufende Ressourcen dabei aus dem Blick geraten, wenn sie die Entwicklungsgeschwindigkeit der Cloud voll ausschöpfen. Ein simpler Fehler – etwa eine große Zahl unnötiger Instanzen versehentlich weiterlaufen zu lassen – kann ein Unternehmen Zehntausende Dollar kosten. Auch ohne solche Aussetzer können Cloud-Rechnungen ohne wache Augen schnell explodieren. Doch wenn Engineers sich auf Backlogs und Features konzentrieren, rücken Kostenfragen in den Hintergrund.

Der Schlüssel zum Cloud-Kostenmanagement liegt darin, es allen Beteiligten leicht zu machen, die Berechtigung jeder Ausgabe zu prüfen. Es geht nicht um pauschale Rotstift-Aktionen: Wer ausschließlich auf niedrigere Ausgaben fixiert ist, riskiert, die geschäftlichen Vorteile der Cloud – Agilität und Tempo – nicht voll auszuschöpfen. Worauf es ankommt, ist das klare Bekenntnis, verschwenderische Ausgaben zu reduzieren und am Ende ganz zu eliminieren.

Methoden, um Kostenoptimierung zu fördern

Wenn die monatlichen Cloud-Kosten das Umsatzwachstum, das sie eigentlich befeuern sollen, zu überflügeln drohen, hat Ihr Unternehmen ein Problem. Bevor Sie Ihre Cloud-Ausgaben in den Griff bekommen, müssen Sie genau verstehen, wie Ihr Team Cloud-Ressourcen nutzt und wie geplante Architektur- und Infrastrukturänderungen die künftigen Ausgaben beeinflussen. Mit diesem Wissen sind Sie besser gerüstet, ein klares Verantwortungsgefühl in Ihrem Team zu verankern.

Transparenz über Kostentreiber schaffen

Hosted- und Cloud-basierte Services werden 2022 voraussichtlich 26 % der gesamten IT-Budgets ausmachen – doch IT-Verantwortlichen fehlt die Transparenz, um Cloud-Infrastrukturkosten präzise zu planen. Was man nicht sieht, lässt sich nicht steuern – und je komplexer die Cloud-Infrastruktur, desto schwieriger wird ein klares Kostenbild. Der erste Schritt, um Engineers beim Beseitigen von Cloud-Waste einzubinden, ist die Datenanalyse und die saubere Zuordnung der Kosten zu den jeweiligen Teams.

Diesen Weg ist Airbnb gegangen: Das Unternehmen entwickelte ein Modell zur Verbrauchszuordnung, mit dem Entwickler erkennen konnten, wie groß das Problem der Cloud-Mehrausgaben tatsächlich war – und das ihnen die nötigen Informationen lieferte, um Entscheidungen zu Kosten und anderen Geschäftsfaktoren so zu treffen, dass die Ausgaben innerhalb klarer Grenzen blieben.

Die Transparenz über die Kostentreiber motivierte Engineers, Architekturänderungen vorzunehmen, die Kosten senkten und Kostenrisiken sichtbar machten. Ein zentrales Kosteneffizienz-Team konnte die Kostenzuordnung nutzen, um den vollen Überblick über das gesamte Airbnb-Ökosystem zu gewinnen und gezielt nach echten Einsparpotenzialen zu suchen.

Vorgaben nicht von oben überstülpen

Eine Top-down-Steuerung der Cloud-Ausgaben untergräbt das eigentliche Versprechen der Cloud: Produkte schnell und effizient zu bauen und zu launchen. Wer Richtlinien zur Ressourcenbereitstellung über mehrere Managementebenen hinweg vorgibt, verlängert die Time-to-Market und verleitet zu Overprovisioning. Besser ist es, Cloud-Budgets gemeinsam zu erarbeiten und Entscheidungen auf gemeinsam genutzten Informationen sowie dem Feedback aller relevanten Beteiligten aufzubauen.

Wenn Engineers die benötigten Ressourcen ohne unverhältnismäßige Hürden anfordern können, schaffen Unternehmen die Grundlage für schnellere, bessere Geschäftsergebnisse und eine engagiertere Engineering-Kultur. Sparvorschläge werden von anderen Engineers geprüft – sie können am besten beurteilen, ob die Empfehlungen die jeweiligen Workloads zuverlässig abdecken. So entwickeln Unternehmen ein Modell, mit dem sie sich auf die besten Kostenoptimierungs-Richtlinien einigen und gleichzeitig zentrale Themen wie Stabilität, Zuverlässigkeit und Umsatzgenerierung im Blick behalten.

Eine Kultur der Verantwortung etablieren

FinOps sollte die Verantwortung für Cloud-Ausgaben den Teams übertragen, die sie verursachen. Diese Teams brauchen die richtigen Werkzeuge und Ressourcen, um Ausgabenprognosen zu erstellen, ihre Ausgaben zu überwachen und Optimierungspotenziale zu erkennen.

Teams sollten in einem Betriebsmodell geschult werden, das die volle Lifecycle-Verantwortung für ein Produkt oder einen Service an die Engineering-Teams überträgt. Dazu gehören klare Erwartungen an die Delivery-Teams und transparente Konsequenzen bei Kostenüberschreitungen.

IT-Chargeback und IT-Showback sind zwei Verfahren, um die Kosten für IT-Hardware, Software, Cloud-Services oder Shared Services der jeweils nutzenden Geschäftseinheit zuzuordnen. Beim Chargeback werden Abteilungen die genutzten Ressourcen direkt in Rechnung gestellt; beim Showback werden sie nur über ihre Nutzung informiert, ohne dass eine Verrechnung erfolgt.

Nicht alle werden mit dieser neuen Verantwortungsverteilung glücklich sein, aber sie kann Engineers dazu bringen, ganzheitlicher über ihre Cloud-Nutzung nachzudenken – und langfristig deutliche Einsparungen sichern.

Gamification in Erwägung ziehen

Manche Unternehmen halten an überholten Buchhaltungspraktiken fest, bei denen Budgets gekürzt werden, wenn Kostenstellen ihre Mittel innerhalb eines Jahres nicht vollständig ausgeben. Das motiviert nicht zu sparsamem Wirtschaften, sondern führt eher zu einem Ausgabenschub zum Ende des Geschäftsjahres.

Ein Alternativansatz: Finden Sie heraus, was Ihre Engineers antreibt, und belohnen Sie sie mit passenden Anreizen. Manche Unternehmen setzen auf Gamification – mit Leaderboards, die die Cloud-Ausgaben jedes Engineering-Teams sichtbar machen, Ergebnissen in Review-Meetings und transparenter Performance, um einen gesunden Wettbewerb zu fördern. Die Teams mit den größten Fortschritten über die Zeit erhalten Belohnungen – von Pizza bis hin zu Reisen.

Die Gefahr dieses Ansatzes: Engineers könnten so stark auf das Senken der Cloud-Kosten fixiert sein, dass am Ende gar nichts mehr ausgegeben wird – und das ist keine wirksame Optimierungsstrategie. Wer Gamification zur Förderung der Cloud-Kostenoptimierung einsetzen will, sollte andere Kennzahlen als reine Kostensenkungen gamifizieren – etwa höhere Margen, die auf die Cloud-Nutzung zurückzuführen sind.

Den Prozess automatisieren

Engineers sind nicht von Natur aus verschwenderisch. Aber sie sind auch nicht besonders motiviert, ihre Ausgaben akribisch zu steuern – ihr Fokus liegt auf Geschäftslösungen, die das Tempo und die Flexibilität der Cloud nutzen.

Macht man es ihnen jedoch leichter, Waste zu managen, ergreifen sie die Chance. Automatisierung kann dabei helfen, Probleme zu erkennen, die zu unnötigen Ausgaben führen, und sie sofort zu beheben. Ein Produkt wie Flexsave von DoiT (Flexsave) kann ein wertvoller Baustein der Lösung sein – es automatisiert die Cloud-Kostenoptimierung so, dass Unternehmen maximale Einsparungen realisieren.

Ergebnisse erzielen

FinOps-Teams, die Engineers für ihre Cloud-Kostenoptimierung gewinnen wollen, sollten sich nicht zu früh entmutigen lassen: Den Königsweg zu besserem Cloud-Kostenmanagement gibt es nicht. Um die entscheidenden kleinen Fortschritte zu erzielen, braucht es einen kollaborativen Ansatz, Automatisierung und kontinuierliche Iteration. Auch starker Rückhalt aus dem Management ist entscheidend.

Mit dem wachsenden Anteil der Cloud am Technologiebudget werden diese und andere FinOps-Praktiken bald zum Standard. Am Ende wird jeder Engineer wissen, wie man eine Cloud-Rechnung im Griff behält.