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Wie DNS und E-Mail-Zustellung zusammenspielen

By Dustin ChristliebMay 19, 20224 min read

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Das Domain Name System (DNS) leitet Nutzer von einer Domain-Adresse zur IP-Adresse der zugehörigen Server. Erfahren Sie mehr über DNS und die enthaltenen Eintragstypen MX, SPF, DKIM, DMARC und NS.

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Was Sie über das Domain Name System und seine Eintragstypen wissen sollten

Das Internet nutzt DNS (Domain Name System), um Nutzer von einer Domain-Adresse zur IP-Adresse der zugehörigen Server zu führen. DNS gilt oft als eine Art Telefonbuch des Internets: Wechselt eine Domain ihre Dienste, wird das Telefonbuch aktualisiert. DNS umfasst mehrere Eintragstypen rund um die genutzten Dienste – darunter die E-Mail-Zustellung (MX), die Festlegung der zum Versand berechtigten Anbieter einer Domain (SPF) sowie digitale Signaturen, die belegen, dass eine Nachricht während der Zustellung nicht manipuliert wurde (DKIM). Hinzu kommen Nameserver-Einträge (NS): der Server bzw. Dienst, der sämtliche DNS-Einträge einer Domain hostet. Diese verschiedenen DNS-Einträge sind systembedingt öffentlich einsehbar und sind häufig die Ursache von Problemen bei der E-Mail-Zustellung.

MX-Einträge

MX- bzw. Mail-Exchange-Einträge sagen E-Mail-Absendern, wohin Nachrichten zugestellt werden sollen. Als Best Practice gilt, genau einen MX-Dienst im DNS zu veröffentlichen. Mehrere konkurrierende MX-Anbieter für eine Domain führen schnell zu Problemen. Ist ein Mail-Exchange etwa gerade ausgelastet, können Nachrichten an einen anderen MX-Eintrag umgeleitet werden – unter Umständen sogar an einen völlig anderen E-Mail-Anbieter. Die Folge sind häufig widersprüchliche Regeln und konkurrierende Routings, die die Nachricht auf ihrem Weg ins Postfach des Empfängers steuern.

Beispiel für korrekt konfigurierte MX-Einträge für Google:

An example of MX Records for Google properly configured

SPF-Einträge

SPF-Einträge (Sender Policy Framework) legen fest, welche E-Mail-Dienstanbieter Nachrichten unter der Adresse einer Domain versenden dürfen. Dieser TXT-Eintragstyp ist eine grundlegende Sicherheitsmaßnahme gegen Spoofing – also gegen Nachrichten böswilliger Akteure, die scheinbar von einem bekannten Kontakt oder einer bekannten Domain stammen. Geht eine Nachricht ein, prüft der E-Mail-Anbieter im Header, ob sie von einem Dienst stammt, der im Namen der Domain versenden und den Domainnamen als "From"-Adresse nutzen darf. Best Practice sind maximal 10 DNS-Lookups (inklusive Sub-Lookups) pro SPF-Eintrag. Es gibt Techniken, mit denen sich auch mehr als 10 E-Mail-Dienstanbieter zum Versand im Namen einer Domain berechtigen lassen – das geht jedoch über den Rahmen dieses Artikels hinaus.

Beispiel für korrekt konfigurierte SPF-Einträge für Google Workspace:

SPF Records for Google Workspace properly configured

DKIM-Einträge

DKIM-Einträge (DomainKeys Identified Mail) sind eine Art digitale Signatur im E-Mail-Header. Mit ihr kann ein Absender die Verantwortung für eine Nachricht übernehmen – auf eine Weise, die der Empfänger validieren kann. Jede Nachricht, die über einen E-Mail-Dienst verschickt wird, trägt die DKIM-Signatur als Nachweis, dass sie während der Zustellung nicht manipuliert wurde. DKIM-Einträge sollten für jeden im SPF-Eintrag genannten Dienst konfiguriert sein.

Beispiel für DKIM-Einträge für Google Workspace:

DKIM Records for Google Workspace

DMARC-Einträge

Ein vierter Eintragstyp ist DMARC (Domain-based Message Authentication Reporting and Conformance). Dieser DNS-Eintrag sagt empfangenden E-Mail-Servern, wie sie mit Nachrichten einer Domain umgehen sollen, wenn diese die SPF- und/oder DKIM-Prüfung nicht bestehen. DMARC würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, sollte bei der Umsetzung bewährter E-Mail-Sicherheitsmaßnahmen aber unbedingt mitgedacht werden.

Beispiel für DMARC-Einträge für Google Workspace:

DMARC Records for Google Workspace

NS-Einträge

NS-Einträge (Nameserver) bezeichnen den Dienst, der alle DNS-Einträge einer Domain hostet. Üblich ist es, mehrere NS-Einträge eines Anbieters für Redundanz zu veröffentlichen. Nameserver ändern sich, wenn eine Domain zwischen DNS-Hosting-Anbietern umzieht – ein solcher Wechsel kann mehrere Stunden dauern, bis sich die Änderungen im Internet verbreitet haben. Beim neuen DNS-Anbieter müssen die zuvor genannten Einträge konfiguriert werden. Geschieht das nicht, können bisher konfigurierte DNS-Einträge aus den öffentlichen DNS-Abfragen verschwinden und Probleme bei der E-Mail-Zustellung verursachen.

Beispiel für DNS-Nameserver-Einträge:

DNS Nameserver records

Weitere Informationen zu DNS-Einträgen finden Sie in den folgenden Artikeln: