Manchmal brauchen Sie schnell ein paar pragmatische Kennzahlen aus Ihrer Cloud-Infrastruktur. Was tun, wenn Sie etwa die monatlichen API-Aufrufe zählen möchten, aber weder eine Application-Performance-Monitoring-Lösung im Einsatz haben noch Agents in Ihren Anwendungen eingebunden sind?
Auf der Google Cloud Platform (GCP) liegt die Standard-Aufbewahrungsdauer für Logs leider bei nur 30 Tagen – aber: Sie können die Logging-Standardwerte überschreiben.

Log-Aufbewahrung anpassen
- Stackdriver-Logs (Standard: 30 Tage)
- Audit-Logs (Standard: 400 Tage)
- Metriken (Standard: 6 Wochen)
Früher mussten Sie einen Log-Sink anlegen und Ihre Logs an Cloud-Storage-Buckets, PubSub, BigQuery oder ein anderes Ziel ausleiten, um sie für spätere Auswertungen vorzuhalten. Für die langfristige Speicherung und Analyse ist das nach wie vor empfehlenswert – mit dem unten gezeigten Beta-Feature der gcloud CLI haben Sie nun jedoch etwas mehr Spielraum.
- Aktuelle Standardkonfiguration anzeigen
gcloud beta logging buckets list

2. Standard-Aufbewahrungsdauer erhöhen (zwischen 1 und 3650 Tagen)
gcloud beta logging buckets update _Default --location=global --retention-days=90
3. Prüfen, ob die neue Aufbewahrungsrichtlinie greift
gcloud beta logging buckets describe _Default --location=global

Passende Filter und Metriken aufbauen
Sobald die Log-Aufbewahrung passt (behalten Sie dabei die Speicherkosten im Blick), können Sie ganz nach Bedarf Filter und Metriken anlegen.
Auch über die Google Cloud Console (Web-Admin) lassen sich Logs filtern und herunterladen – allerdings nur eingeschränkt. Wenn Sie Logs für einen bestimmten Zeitraum oder Bereich abrufen möchten, greifen Sie besser zum Befehl gcloud beta logging read.